2. Bundesliga

Fortuna Düsseldorf: Röslers kleiner Irrtum in Sachen Karaman

Fortuna: Wenig Begeisterung über Spielverlegungen

Röslers kleiner Irrtum in Sachen Karaman

Das Warten auf den Montag: Kenan Karaman und Uwe Rösler (re.).

Das Warten auf den Montag: Kenan Karaman und Uwe Rösler (re.). imago images

Bei idealem Verlauf könnten sich die Düsseldorfer bis auf vier Punkte an den Hamburger SV und Greuther Fürth heranpirschen und sogar mit Holstein Kiel gleichziehen; allerdings haben die Störche dann zwei Partien weniger ausgetragen.

Höchste Zeit, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren bei einem Gegner, der nach elf Heimniederlagen in Serie nicht sehr selbstbewusst auftreten dürfte. "Trotzdem, Osnabrück war in den meisten Spielen dabei, außerdem haben sie sogar in Karlsruhe gewonnen. Das wird ein harter Fight am Sonntag", warnt Uwe Rösler.

Zweiter Test erst am Montag

Der Trainer hatte unter der Woche noch auf ein schnelles Comeback von Kenan Karaman gehofft, der positiv auf COVID-19 getestet worden war und sich in Quarantäne befand. Dabei hatte Rösler aber nicht berücksichtigt, wie er jetzt einräumt, dass der türkische Nationalspieler zweimal negativ getestet sein muss, bevor er wieder ins Training einsteigen darf. Der zweite Test aber findet erst am Montag statt, deshalb fällt Karaman in Osnabrück also aus, ebenso übrigens wie Abwehrchef Andre Hoffmann, der an einer Sprunggelenk -Verletzung laboriert.

Stattdessen stehen aber zwei junge Offensivkräfte wieder zur Verfügung, die zuletzt mehr oder weniger lange ausgefallen waren. Emmanuel Iyoha darf auf seinen zweiten Saison-Einsatz hoffen, Shinta Appelkamp wird gewiss für mehr Ideen im Spielaufbau sorgen. Darf Iyoha sogar von Anfang an ran? "Ich bin ein Fan von seinen Fähigkeiten", versichert Rösler, "er hat eine gute Chance, Spielzeit zu bekommen."

Startelfgarantie für Kownacki

Dagegen darf Dawid Kownacki gewiss sein, in Osnabrück vom Anpfiff an auf dem Rasen zu stehen, nachdem er zuletzt in Darmstadt überzeugte. "Aus meiner Sicht hat er dort ein sensationelles Tor geschossen, mit super Auge und toller Schusstechnik. Außerdem ist er körperlich so gut drauf wie noch nie, seit ich bei der Fortuna bin. Also wird er von Anfang an dabei sein." Kownacki, so Rösler, sei eine Option auf drei Positionen, auf beiden Außenbahnen und auch im Angriffszentrum.

Die nun verkündeten Neuansetzungen in der 2. Liga betreffen auch die Fortuna, zum Beispiel das nächste Heimspiel gegen St. Pauli, das eigentlich am Donnerstag steigen sollte und auf Mittwoch vorgezogen wurde. "Diese Verlegungen habe ich nicht gerade mit Begeisterung aufgenommen", erzählt Rösler, "so hat St. Pauli zum Beispiel einen Tag mehr Ruhe als wir. Aber keine Frage: Wir nehmen die Situation an, wie sie ist, und werden das Beste draus machen."

Oliver Bitter