2. Bundesliga

Fortuna Düsseldorfs Rösler: "Trainer ist der Hero oder der Blindeste"

Starke Joker beim Last-Minute-Sieg gegen den KSC - Peterson verletzt

Rösler: "Der Trainer ist der Hero - oder der Blindeste"

Fortuna Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler jubelt über den Sieg gegen den KSC.

Fortuna Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler jubelt über den Sieg gegen den KSC. imago images

Der Auftakt in die Serie von drei Heimspielen hintereinander ist gelungen für Fortuna Düsseldorf, vor allem wegen der starken Joker, die das Spiel gegen Karlsruhe in der Schlussphase zu Gunsten der heimstärksten Mannschaft der Liga entschieden. 33 Punkte aus 15 Heimspielen haben die Rot-Weißen inzwischen gesammelt, und auch wegen dieser Dominanz daheim ist plötzlich nicht mehr ausgeschlossen, dass die Fortunen doch noch einmal Relegationsplatz drei attackieren.

Rösler lobt "unbändigen Willen"

Nach gutem Start verlor Fortuna zunächst ein bisschen den Faden, "wir waren im Ballbesitz oft zu hektisch", räumt Rösler ein. Er lobte aber den "unbändigen Willen" der Mannschaft, die Partie noch zu drehen. "Am Schluss war das ein bisschen Harakiri-Fußball. Wir sind dann mit sechs, sieben Leuten in der Box gewesen", resümiert Rösler.

Spielersteckbrief Iyoha
Iyoha

Iyoha Emmanuel

Spielersteckbrief Peterson
Peterson

Peterson Kristoffer

Spielersteckbrief Appelkamp
Appelkamp

Appelkamp Shinta

Spielersteckbrief Borrello
Borrello

Borrello Brandon

Brandon Borrello tat sich in dieser Phase hervor, Emmanuel Iyoha war am Siegtreffer beteiligt, und natürlich Shinta Appelkamp, einer der Lieblingsschüler von Rösler, weil sich der Youngster unter der Regie des erfahrenen Trainers prächtig entwickelt.

Appelkamp: "Wir haben trotz aller Rückschläge immer daran geglaubt"

"Das war das dramatischste Spiel, das ich als Profi bislang erlebt habe", gestand der späte Torschütze Appelkamp. "Dass der Ball über die Latte zu mir springt, war natürlich glücklich, aber letztlich völlig egal. Wir haben trotz aller Rückschläge immer daran geglaubt, und das hat sich ausgezahlt."

Röslers Wechsel jedenfalls brachten neuen Schwung, und wie immer stellt sich dann die Frage: Hatte der Trainer ein goldenes Händchen mit seinen Jokern? Oder hätte er einige der Kandidaten, die in der Schlussphase überzeugten, schon von Beginn an aufbieten müssen?

Erneut nämlich hing Dawid Kownacki als Sturmspitze völlig durch, auch wenn er nervenstark den Elfmeter verwandelte. Und auch Edgar Prib erhält immer wieder mal eine Chance im zentralen Mittelfeld, zahlt dann aber nicht mit Leistung zurück.

Rösler: "Da steht mir einiges Kopfzerbrechen bevor"

Zum Spiel am Samstag gegen Braunschweig jedenfalls drängen sich einige Alternativen auf. "Die Leute, die wir eingewechselt haben, sind Qualitäts-Spieler", sagt Rösler. "Natürlich können einige den Anspruch erheben, wieder von Anfang an zu spielen. Da steht mir einiges Kopfzerbrechen bevor."

Peterson fällt aus

Eine Entscheidung wurde Rösler abgenommen. Kristoffer Peterson hat sich gegen den KSC eine leichte muskuläre Verletzung im rechten Oberschenkel zugezogen und fehlt gegen Braunschweig.

Nicht zum ersten Mal aber, darauf weist der Chefcoach zurecht hin, habe das Trainerteam im Laufe eines Spiels richtige Entscheidungen getroffen und zündende Joker ins Spiel gebracht. "Aber so ist das halt", findet Rösler lakonisch, "als Trainer bist du eine Woche der Hero, und eine Woche der Blindeste, der rumläuft."

Er jedenfalls genoss den hart erkämpften Sieg in vollen Zügen. Ist ja auch klar: Schon bei einem Unentschieden wäre die Saison für Fortuna gelaufen gewesen - nun kann sie mit zwei Heimsiegen gegen Teams aus den unteren Regionen (Braunschweig, Aue) bei idealem Verlauf tatsächlich noch einmal eingreifen im Kampf um Platz 3.

Oliver Bitter

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