Bundesliga

Union Berlin: Frederik Rönnow steht gegen Ex-Klub im Kasten

Fischer von Frankfurt beeindruckt

Rönnow steht gegen Ex-Klub im Kasten

Bleibt vorerst die Nummer 1: Frederik Rönnow.

Bleibt vorerst die Nummer 1: Frederik Rönnow. imago images/Kessler-Sportfotografie

Wenn am Sonntag (17.30 Uhr, LIVE! bei kicker) im Stadion An der Alten Försterei der 1. FC Union Berlin und Eintracht Frankfurt aufeinandertreffen, sollten beide Mannschaften nur so vor Selbstvertrauen trotzen.

Union durfte eine Woche lang den 4:1-Derbysieg bei Hertha BSC vor rund 75.000 Besuchern im Berliner Olympiastadion genießen. Frankfurt feierte einen nahezu galaktischen 3:2-Erfolg beim FC Barcelona inklusive des Erreichens des Halbfinales in der Europa League vor knapp 80.000 Zuschauern im weltberühmten Camp Nou.

Nur die Bestätigung zählt

In der ausverkauften Alten Försterei wird das bei 22.012 Besuchern alles ein bisschen beschaulicher und dennoch auch stimmungsvoll sein. Die Frage ist, welches Team seine Euphorie besser transportieren und in etwas Zählbares umsetzen kann. "Wir konnten Köln zu Hause schlagen und das Derby für uns entscheiden. Aber es beginnt wieder von Neuem. Es beginnt wieder bei null", sagte Union-Trainer Urs Fischer. "Das, was gewesen ist, ist schön und gut. Ich habe nach dem Spiel bei Hertha gesagt, dass es die Leistungen zu bestätigen gilt. Das muss in die Köpfe."

Vom Auftritt der Eintracht in Barcelona zeigte sich Fischer beeindruckt, auch wenn der Schweizer die Partie des kommenden Gegners nicht live im TV gesehen hatte. Der komplette Trainerstab der Eisernen traf sich nämlich am frühen Donnerstagabend in der Berliner Arena am Ostbahnhof, um das Eishockey-Play-off-Spiel der Eisbären Berlin gegen die Kölner Haie (4:0) anzuschauen.

Es ist für mich ein verdientes Weiterkommen.

Urs Fischer über Eintracht Frankfurt beim FC Barcelona

Fischer analysierte den Gegner dann aber sofort nach der Rückkehr vom Eishockey-Ausflug zu Hause. "Es war ein tolles Spiel. Da darf man gratulieren, unser Kompliment geht nach Frankfurt. Da haben Trainer Oliver Glasner und sein Team vieles richtig gemacht", meinte Fischer. "Es ist für mich ein verdientes Weiterkommen. Der Auftritt war wirklich gut. Wenn man mit 3:2 im Camp Nou gewinnt, ist das etwas Außerordentliches."

Beide Mannschaften wollen auch in der kommenden Saison wieder international vertreten sein. Frankfurt ist diesbezüglich etwas mehr unter Zugzwang. Union würde es jedoch ebenso gut zu Gesicht stehen, im dritten Anlauf die Frankfurter in der Bundesliga erstmals auch zu Hause zu bezwingen.

Union kann personell aus dem Vollen schöpfen. Verteidiger Paul Jaeckel hat seine Gelbsperre abgesessen. Nur der Einsatz von Torwart Andreas Luthe (muskuläre Probleme) ist noch fraglich.

Nach zuletzt zwei Siegen mit Frederik Rönnow im Kasten hätte aber auch so viel für den Ex-Frankfurter gesprochen. Sollte Luthe nicht fit werden, sitzt erneut Jakob Busk auf der Bank.

Matthias Koch

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