Basketball

Rödl und das Quali-Fenster: Wiedersehen, Talente und "großer Elan"

Deutschland trifft in Pau auf Frankreich und Montenegro

Rödl und das Quali-Fenster: Wiedersehen, Talente und "großer Elan"

Henrik Rödl hat mit der deutschen Nationalmannschaft große Ziele.

Henrik Rödl hat mit der deutschen Nationalmannschaft große Ziele. Getty Images

Für Nationaltrainer Henrik Rödl bieten die Spiele in der Qualifikationsgruppe G mit Frankreich, Großbritannien und Montenegro gute Chancen, junge und entwicklungsfähige Spieler zu testen. Dabei kommt dem 51-Jährige nicht nur zupass, dass Deutschland als einer von vier Ausrichtern der auf September 2022 verschobenen EM bereits qualifiziert ist. Auch das schon fast traditionelle Fehlen der NBA- und Euroleague-Leistungsträger spielt dabei eine Rolle. Mit Kapitän Robin Benzing (146 Länderspiele), Ismet Akpinar (43) und Andreas Seifert (49) hat Rödl nur drei Spieler in seinem 18-Mann-Kader für die Partien gegen Montenegro und Frankreich, die mehr als 40 Länderspiele bestritten haben. Gleich acht Profis, darunter die Debütanten Len Adam Schoormann (Frankfurt), Kenneth Ogbe (Bamberg) und Lukas Meisner (Braunschweig) haben vier oder weniger Länderspiel-Einsätze bestritten.

"Für mich ist es eindrucksvoll, wie sehr und auch wie gern die Spieler hier sein wollen", betonte Rödl im "MagentaSport"-Podcast "Abteilung Basketball". "Ich glaube schon, dass man die Quali-Fenster nutzen soll und darf, um junge Spieler zu testen." Für ihn ist es nach rund einem halben Jahr das erste Mal, dass er wieder mit einer Auswahl zusammentrifft - die Corona-Pandemie hatte unter anderem für eine Verschiebung der Olympia-Qualifikation gesorgt. Der Frage, ob diese wie geplant stattfinden wird - und vor allem welche Spieler dann zur Verfügung stehen - geht er momentan nicht weiter nach: "Ich konzentriere mich mit großem Elan und Begeisterung auf die Jungs, die hier sind."

Frankreich tritt mit einigen Routiniers an

Auch wenn die beiden Partien, die in einer "Bubble" im französischen Pau ausgetragen werden, letztlich ohne großen sportlichen Wert für die Deutschen sind, sind sie durchaus attraktiv. Vor allem Frankreich, das im Hinspiel in Vechta noch besiegt wurde, dürfte zu einem echten Härtetest werden. Der WM-Dritte muss zwar ebenfalls auf seine NBA-Profis verzichten, kann aber auf dafür auf Leistungsträger und Routiniers wie Andrew Albicy, Axel Toupane, Amath M'Baye oder den Ex-Münchner Mathias Lessort setzen.

Vor dem Duell mit Frankreich am Sonntag (15 Uhr) steht das Spiel gegen das momentan auf dem letzten Gruppenplatz liegende Montenegro an. Die Partie findet am Freitag um 21 Uhr statt. Beide Partien werden kostenlos und in voller Länge von "MagentaSport" übertragen.

Das ist der deutsche Kader:

Ismet Akpinar (Bahcesehir Istanbul, 43 Länderspiele) Robin Benzing (Casademont Zaragoza, 146)
Bennet Hundt (Brose Bamberg, 2)
Karim Jallow (Basketball Löwen Braunschweig, 7)
Leon Kratzer (Telekom Baskets Bonn, 1)
Dominic Lockhart (Brose Bamberg, 2)
Lukas Meisner (Basketball Löwen Braunschweig, 0)
Joshua Obiesie (s.Oliver Würzburg, 1)
Andreas Obst (ratiopharm Ulm, 23)
Kenneth Ogbe (Brose Bamberg, 0)
Len Adam Schoormann (Fraport Skyliners Frankfurt, 0)
Andreas Seiferth (medi Bayreuth, 49)
Christian Sengfelder (Brose Bamberg, 4)

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