Europa League

Rode und sein Schweinsteiger-Moment in Sevilla

SGE-Kapitän fühlt sich an WM-Finale erinnert

Rode und sein Schweinsteiger-Moment in Sevilla

Auch mit Medaille noch gezeichnet: Sebastian Rode nach Gewinn der Europa League mit der Eintracht.

Auch mit Medaille noch gezeichnet: Sebastian Rode nach Gewinn der Europa League mit der Eintracht. IMAGO/Gribaudi/ImagePhoto

Denn schon in der 5. Spielminute des Europa-League-Finals wurde der Frankfurter Kapitän mit sehr hohem Bein und offener Sohle von  Glasgows Defensivakteur John Lundstram mit den Stollen oberhalb der Stirn erwischt. Der 31-Jährige blieb mit Schmerzen - und sofort deutlich erkennbar blutend - erst einmal auf dem Rasen liegen und musste mehrere Minuten behandelt werden.

"Es tat eigentlich nur weh"

Zunächst sah es nicht gut aus, doch nachdem ihm von den medizinischen Betreuern ein Turban angelegt worden war, kehrte Rode rund fünf Minuten nach dem Foul, für das Lundstram keine Gelbe Karte erhalten hatte, wieder auf das Feld zurück. "Ich war bei Bewusstsein, es tat eigentlich nur weh", erklärte der Mittelfeldstratege hinterher, dass er nach der beängstigend anmutenden Szene keinen Blackout erlitten hatte.

Ich habe nur an 'Schweini' im WM-Finale gedacht.

Sebastian Rode

Anschließend spielte Rode fast bis zum Ende der regulären Spielzeit durch und wurde von Coach Oliver Glasner erst in der 90. Minute für Kristijan Jakic ausgewechselt. Daran, dass sein Team beinahe wie schon im Rückspiel gegen West Ham mit Martin Hinteregger einen Schlüsselspieler früh im Spiel verloren hätte, wollte Rode indes gar nicht erst denken.

"Ich habe eigentlich nur an 'Schweini' im WM-Finale gedacht", meinte er.

Oliver Glasner

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Schweinsteiger als Vorbild

Jener Bastian Schweinsteiger hatte beim Gewinn der Weltmeisterschaft durch die DFB-Elf im Finale des WM-Turniers von Brasilien 2014 mehrfach nach Foulspielen am Boden gelegen und auch einmal im Gesicht geblutet. Doch der damalige Bayern-Profi hatte sich im Maracana von Rio de Janeiro immer wieder aufgerafft, schließlich die 120 Minuten bis zum Feststehen des 1:0-Erfolgs nach Verlängerung gegen Argentinien durchgestanden und anschließend den WM-Pokal in die Höhe gestemmt.

In Sevilla war es nun Rode, der nach seinem persönlichen Schweinsteiger-Moment feiern durfte.

jom

Bilder zur Partie Eintracht Frankfurt - Glasgow Rangers