Bundesliga

Risses Comeback naht

Stöger arbeitet an der "sprachlichen Integration"

Risses Comeback naht

Steht kurz vor seinem Comeback: Kölns Marcel Risse.

Steht kurz vor seinem Comeback: Kölns Marcel Risse. imago

Aus dem Kölner Trainingslager in Kitzbühel berichtet Frank Lußem

Ihnen allen bescheinigt der Trainer den Willen, die fremde Sprache zu lernen und keinen "Staat im Staate" zu bilden: "Sie tauschen sich untereinander aus, das ist klar. Auf der anderen Seite passen wir auf, dass sie permanent bei den anderen Jungs dabei sind und sich anhören, was sie zu sagen haben. Ich habe das Gefühl, dass sie sehr viel nachfragen."

Bei den Taktik-Einheiten dolmetscht entweder Athletik-Trainer Benni Kugel oder man hilft sich mit Händen und Füßen. "Das ist ja nichts Außergewöhnliches", so Stöger.

Ungewöhnlicher ist da schon die große Anzahl der Spieler, die gerade 21 Jahre alt sind oder jünger. Zehn Profis stehen im Aufgebot, die dieses Kriterium erfüllen: Nikolas Nartey (17), Brady Scott (18), Tim Handwerker, Salih Özcan, Joao Queirós (alle 19), Jannes Horn, Jorge Meré (beide 20), Lukas Klünter, Sehrou Guirassy und Sven Müller (alle 21). Kein Problem für die Trainer, die deshalb nicht intensiver arbeiten müssen: "Ob du 24 routinierte Spieler hast oder 24 ganz junge, das ist für die Trainerarbeit egal. Weil die Dinge ohnehin gemeinschaftlich umgesetzt werden müssen."

Das Alter spiele nicht die große Rolle: "Es gibt junge Spieler, die haben 60 Bundesligaspiele auf dem Buckel und es gibt 24jährige, die verfügen zwar über mehr Lebenserfahrung, aber haben längst nicht so viel gespielt."

Dass in Kitzbühel überhaupt ohne Einschränkungen gespielt werden kann, ist ein Verdienst funktionierender Infrastruktur. Voll des Lobes war Stöger über die Mitarbeiter des Klubs, die binnen Stunden das gestohlene Schuhwerk der Profis ersetzten und jede Menge Überstunden auf sich nahmen, um die Spieler auszustatten: "Es ist beruhigend zu wissen, dass wir in allen Bereichen Leute haben, die absolut top sind."

Risse gegen Bologna oder Linz dabei?

Wieder bei allen Übungen dabei ist zur Freude des Trainers Marcel Risse. Nach seinem Kreuzbandriss von Anfang Dezember 2016 brennt der Außenspieler auf sein Comeback: "Bis jetzt läuft es gut, die Muskulatur spielt mit", so Risse, der womöglich schon in einem der beiden Testspiele in Kitzbühel (Montag gegen Bologna, Dienstag gegen den Linzer ASK) zum Einsatz kommen wird.