Bundesliga

"Riesige Identifikation": Terzic und die Erwartungen beim BVB

Neustart für den Dortmund-Trainer

"Riesige Identifikation": Terzic und die Erwartungen

Edin Terzic ist seit diesem Sommer Cheftrainer von Borussia Dortmund.

Edin Terzic ist seit diesem Sommer Cheftrainer von Borussia Dortmund. IMAGO/Treese

Die Vorschusslorbeeren innerhalb des Vereins und im Umfeld sind groß. "Edin bringt hohe Qualität mit, fachlich wie menschlich", sagt Sportdirektor Sebastian Kehl im Gespräch mit dem kicker: "Er hat eine riesige Identifikation mit der Stadt, der Region und den Menschen, ist kommunikationsstark und schafft es, die Jungs zu begeistern und mitzunehmen." Sein neuer Trainer verfüge "über ein hohes Maß an Emotionalität, an Willen, an Bereitschaft hart zu arbeiten". Und er habe "trotz seines Alters schon eine Menge Erfahrung in verschiedenen Rollen gesammelt, hier im Verein, aber auch in anderen Ländern", sagt Kehl.

Kehl: "Jetzt wird er in einer neuen Rolle gefordert werden"

Nach der überraschenden Entlassung von Marco Rose steht Terzic sinnbildlich für den Neustart bei Borussia Dortmund, sein Weg von der Tribüne auf die Trainerbank und die Verbundenheit zum Klub hat bei den Fans in der Sommerpause für eine Euphorie gesorgt, wo kurz vorher noch lähmende Melancholie herrschte.

Doch für den BVB und Terzic wird es eine große Aufgabe, das nun auch auf den Platz zu bringen - zumal viel Neuland für Terzic ist. "Jetzt wird er in einer neuen Rolle gefordert werden: Erstmalig ist er vom ersten Tag der Vorbereitung an Cheftrainer und hat die Zügel in der Hand", sagt Kehl: "Dabei werden wir ihn so gut wie möglich unterstützen."

Sammer: "Damals hat man schon gespürt, dass die Mannschaft durch den Trainer geprägt wurde"

Maßgeblich bei der Entscheidung für den 39-Jährigen war dessen Interims-Amtszeit in der Saison 2020/21, in der er die Mannschaft nach der Entlassung von Lucien Favre in die Champions League und zum Pokalsieg führte - trotz einiger Startschwierigkeiten. "Aber damals hat man schon gespürt, dass die Mannschaft durch den Trainer geprägt wurde, Spieler wie Mats Hummels und Marco Reus haben sich hinter ihn gestellt", findet auch BVB-Berater Matthias Sammer im Gespräch mit dem kicker und sagt: "Das Wichtigste war die Entwicklung. Eine hohe Dynamik gegen den Ball, eine gewisse Kompaktheit, Angriffsschemen und das Spiel mit dem Ball waren immer mehr zu erkennen."

Und: "Ein wichtiger Schwerpunkt war, zu sehen, dass die Mannschaft trotz schwieriger Ausgangslage an sich und den Weg geglaubt hat - und es gab trotz eines höheren Rhythmus kaum Verletzte."

Warum sich Hans-Joachim Watzke, Sebastian Kehl und Matthias Sammer für Terzic entschieden haben, wie er das Jahr als Technischer Direktor genutzt hat, welche Rolle Co-Trainer Peter Hermann spielen wird und welche Veränderungen erwartet werden, lesen Sie in der Print-Montagsausgabe des kicker oder im eMagazine.

Patrick Kleinmann

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