Bundesliga

Kontinental-Sprint von Hoffenheims Chris Richards

Zwei Spiele in 48 Stunden?

Richards' Kontinental-Sprint

Auf anstrengender Länderspielreise: Chris Richards.

Auf anstrengender Länderspielreise: Chris Richards. Getty Images

Als die Kollegen an diesem Donnerstagmorgen gut ausgeschlafen im Kraichgau erwachten, da hatte Chris Richards am selben Tag bereits ein Länderspiel hinter sich und befand sich auf der Rückreise von den USA nach Deutschland. Im Idealfall. "Man muss sehen, ob alles so klappt, wie wir uns das vorstellen, damit er rechtzeitig da ist", erklärte dazu am Mittwoch noch Trainer Sebastian Hoeneß, dem sich neben den logistischen natürlich auch noch andere Fragen stellen: "Kann er vielleicht sogar am Donnerstag noch trainieren? Wie ist er beieinander? Konnte er im Flugzeug schlafen?", erklärte Hoeneß, der nur ungern im so wichtigen Heimspiel am Freitagabend gegen den 1. FC Köln auf seinen bewährten Verteidiger verzichten will.

Allerdings muss der 21-Jährige dazu einen reibungslosen Kontinental-Sprint hinlegen. Um 1 Uhr nachts am Donnerstag wurde das WM-Qualifikationsspiel der Amerikaner gegen Costa Rica angepfiffen in Columbus, Ohio. Die Gastgeber mit Richards über die volle Distanz siegten in einem umkämpften Spiel 2:1 und fuhren drei wichtige Punkte ein auf dem Weg zur WM in Katar. Zwei Spiele vor Schluss liegen die USA mit nun elf Zählern auf Rang zwei, die ersten drei sind qualifiziert, der Vorsprung auf Rang vier (Panama) beträgt drei Punkte.

Posch und Akpoguma als Alternativen

Die erste Etappe hat Richards damit erfolgreich absolviert. Nun darf man gespannt sein, ob auch die beschleunigte Rückholaktion wie geplant klappt. Und in welcher Verfassung er bei der TSG ankommt. "Das muss man abwarten, das muss ich dann nach Bauchgefühl und einem Gespräch mit dem Spieler entscheiden", versichert Hoeneß. Als Alternativen, sollte die Taktung für Richards doch zu hoch sein, bieten sich in der Innenverteidigung Stefan Posch und Kevin Akpoguma an. Beide waren ebenfalls mit ihren Nationalteams aus Österreich und Nigeria im Einsatz, sind aber schon längst wieder zurück. Ohne Zeitverschiebung und Jetlag.

Der Norweger Havard Nordtveit ist übrigens noch keine echte Alternative. "Das ist noch zu früh. Er ist zwar schon länger im Mannschaftstraining, aber er fehlte eine relativ lange Zeit, da sollten nicht zu voreilig sein", so Hoeneß, "er wird sicher noch eine gute Trainingswoche brauchen, vielleicht auch zwei. In denen er kontinuierlich alles voll mitmacht." Nordtveit hatte sich im Trainingslager in Rottach-Egern einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen, der später erneut aufgebrochen war.

Michael Pfeifer

kicker.tv Trainerstimme

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