DFB-Pokal

Ribery und FCB reagieren gelassen auf Fan-Attacke

Hamburg: HSV stellt Strafanzeige gegen den Sünder

Ribery und FCB reagieren gelassen auf Fan-Attacke

Nicht nachtragend: Franck Ribery konnte mit Dante nach Schlusspfiff schon wieder lachen.

Nicht nachtragend: Franck Ribery konnte mit Dante nach Schlusspfiff schon wieder lachen. picture alliance

Wenige Sekunden vor Ende des Spiels (1:3) war ein HSV-Fan auf den Rasen gestürmt, hatte den Mittelfeldspieler der Münchner mit seinem Schal ins Gesicht geschlagen und obszöne Gesten gezeigt. Ordner führten den Mann vom Platz. Der HSV befürchtet eine Geldstrafe. Inzwischen hat der HSV seinerseits eine Strafanzeige gegen den Fan gestellt. Wie der Klub am Donnerstag auf seiner Homepage mitteilte, wurde der Mann der Polizei übergeben. Zudem werde dem Anhänger Stadionverbot erteilt.

Von Bayern-Seite hat der HSV nichts zu befürchten. "Franck hat souverän darauf reagiert. Was soll der HSV auch machen bei 60.000 Zuschauern, da kann man keinem einen Vorwurf machen. Es gibt Dinge, die passieren, aber groß aufregen sollte man sich da nicht", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. Ribery selbst erklärte: "Das darf nicht passieren, aber es ist nicht so schlimm. Nach dem Spiel ist immer alles vorbei." Eine ähnliche Sichtweise vertrat auch Philipp Lahm. "Franck kann sich sehr gut selber wehren. Dass sowas nicht geht, brauchen wir nicht drüber diskutieren. Es ist nichts passiert, und da können wir alle froh sein", sagte der Kapitän.

Noch am selben Abend hatten sich die beiden Klubs bereits freundschaftlich zugezwitschert. "Lieber FC Bayern, lieber Franck Ribery. Wir entschuldigen uns für die Szene kurz vor dem Ende. Das ist nicht der HSV!", stellten die Norddeutschen klar. Die Antwort aus München ließ nicht lange auf sich warten: "Tolle Geste, HSV. Respekt."