Bundesliga

Marco Reus: "Das Ende der letzten Saison ist der Maßstab"

BVB-Kapitän will den Fans "Herz und Leidenschaft" zeigen

Reus: "Das Ende der letzten Saison ist der Maßstab"

Fokussiert: Marco Reus fühlt sich gut - und will "mehr". 

Fokussiert: Marco Reus fühlt sich gut - und will "mehr".  imago images/Revierfoto

Marco Reus fühlt sich gut. Das ist dem 32-Jährigen im Gespräch mit den Journalisten anzumerken. Die Entscheidung, im Sommer nicht mit zur EM zu fahren, habe sich bezahlt gemacht - und das habe ausdrücklich nichts mit dem Abschneiden der deutschen Mannschaft zu tun. "Ich merke, dass mir eine Vorbereitung über einen längeren Zeitraum einfach gut tut. Weil ich sie einfach brauche für mich persönlich, für mein Spiel", so Reus.

Reus: "Es gibt kein Jammern"

Und auch für die ersten Schritte mit dem neuen Trainer Marco Rose sei sein frühes Erscheinen wichtig gewesen. Kontakt zwischen den beiden habe es bereits im Urlaub gegeben: "Es war für ihn auch keine einfach Situation, dass er so wenige Spieler da hat." Knapp zwei Wochen vor dem Saisonstart ist der Kader des BVB noch lange nicht komplett beisammen. "Für ihn ist es wichtig, dass er die Mannschaft kennenlernt, wie sie so tickt."

Allzu viel Zeit hat der BVB nicht mehr, am  7. August steht das DFB-Pokalspiel in Wiesbaden an, eine Woche darauf gastiert Eintracht Frankfurt in Dortmund. "Wichtig ist in der Phase einfach, Punkte einzufahren, eine Runde weiterzukommen", weiß Reus, der trotz suboptimaler Vorbereitung betont: "Es gibt kein Jammern."

Über Malen: "Ich habe ihn noch nicht gesehen ..."

Das gilt auch in Bezug auf den Abgang von Jadon Sancho. "Traurig" sei er, so Reus, "mit Jadon hat uns ein Spieler verlassen, der uns unheimlich viel gebracht hat. Aber ich freue mich auch für ihn, dass er seinen Kindheitstraum erleben darf." Auf den potenziellen Neuzugang Donyell Malen angesprochen, der am Sonntag bereits seinen Medizincheck bei den Westfalen absolvierte, musste Reus schmunzeln. "Ich habe ihn noch nicht gesehen. Aber wenn er es sein soll, dann freuen wir uns auf ihn."

Der 22-Jährige von der PSV Eindhoven soll mithelfen, eine erfolgreiche Saison zu spielen. Das Zauberwort für die Borussia hierbei: Konstanz. "Da hatten wir große Probleme in der ganzen Saison", resümiert Reus. Auch in schlechten Spielen Punkte einzufahren, müsse sich das Team draufpacken. Noch besser wäre: gut spielen und viel punkten. "Das Ende der letzten Saison ist der Maßstab", so Reus.

Nochmal nach Berlin wäre nicht schlecht.

Marco Reus über Dortmunds Titelambitionen

Bringt der BVB die am Ende der Spielzeit gezeigten Leistungen dauerhaft auf den Platz, scheint für Schwarz-Gelb vieles möglich. "Am Ende war es eine gute Saison, aber wir wollen mehr. Nochmal nach Berlin wäre nicht schlecht", meint Reus, der hinterherschiebt: "Am Ende führt kein Weg an Bayern vorbei. Es muss viel zusammenkommen, aber das Potenzial ist da. Wir müssen es über eine Saison hinweg zeigen. Du brauchst auch Glück in gewissen Spielen, das erarbeitest du dir mit Leidenschaft, mit Herz - das, was die Fans sehen wollen."

Auch Haalands Outfits kommen zur Sprache

Am Ende der Runde ging es auch noch kurz um Nebensächliches - etwa den Kleidungsstil von Erling Haaland, der sich im Sommer in den sozialen Netzwerken immer wieder in ausgefallenen Outfits ablichten ließ.  "Gewagt", kommentiert Reus dessen Kleiderwahl. "Das muss man mal ansprechen, glaube ich. Aber irgendwie passt's auch zu ihm. Er ist einfach ein guter Typ. Wenn er die Leistung weiter so bringt, kann er von mir aus anziehen, was er will - oder auch gar nichts anziehen. Das ist mir auch egal."

psz