Bundesliga

Reschke und Mascarell: Von wegen "Geheimverhandlungen"

Schalke: Hertha entkräftet die Vorwürfe gegen den Kaderplaner

Reschke und Mascarell: Von wegen "Geheimverhandlungen"

Hat Ende der Transferperiode mit Michael Preetz telefoniert: Michael Reschke.

Hat Ende der Transferperiode mit Michael Preetz telefoniert: Michael Reschke. imago images

Bereits Anfang Oktober hatte unter anderem der kicker über ein Interesse von Hertha BSC am Schalker Omar Mascarell (27) geschrieben. Kein großes Ding damals, kein Anlass für Schalkes Sport-Vorstand Jochen Schneider, etwas zu dementieren oder klarzustellen. Umso überraschender nun zu Beginn dieser Woche die Nachricht, Michael Reschke, Schalkes Kaderplaner, habe an Schneider und dem Spieler vorbei mit der Hertha über einen Wechsel verhandelt. Quasi ohne Mandat, weswegen sich Schneider - so Sport1 am Montag - sogar bei Mascarell hatte entschuldigen müssen. Unter anderem diese Geschichte sorgte für eine sich schnell entwickelnde Stimmung gegen Reschke.

Konstruierte Geschichte, um Reschke in die Bredouille zu bringen?

Bei Hertha BSC allerdings war man verwundert über die am Montag kolportierte Meldung, Michael Reschke habe an Jochen Schneider vorbei mit Hertha über einen Verkauf von Omar Mascarell verhandelt. Der in Berlin gewonnene Eindruck, man wolle mit einer konstruierten Geschichte Reschke in die Bredouille bringen, erhärtet sich, wenn man die tatsächliche Chronologie kennt: Reschke rief gegen Ende der Transferperiode tatsächlich bei Herthas Sport-Geschäftsführer Michael Preetz an - allerdings klopfte er nach kicker-Informationen in diesem Gespräch ein mögliches Berliner Interesse an den Schalkern Nabil Bentaleb und Sebastian Rudy ab, da dies für beide Spieler eine interessante Lösung hätte sein können. Hertha war zu diesem Zeitpunkt massiv auf der Suche nach einem defensiven Mittelfeldspieler und Schalke wiederum dringend auf Transfereinnahmen angewiesen. Preetz selbst brachte das Gespräch dann auf Omar Mascarell - und bekundete Interesse.

Nachfolgende Verhandlungen wurden mit allen Schalker Verantwortlichen und auch mit der Mascarell-Partei geführt, ohne dass es zu einer Einigung kam. Aus Berliner Sicht ein im Profifußball völlig normaler Vorgang, beileibe keine "Geheimverhandlung" am Sport-Vorstand und Spieler vorbei. Womit der Vorwurf gegenüber Michael Reschke gegenstandslos ist.

str/flu