3. Liga

Remis im Ruhrpott-Derby - Löwen empfangen Oldenburg

3. Liga, 2. Spieltag

Remis im Ruhrpott-Derby - Löwen empfangen Oldenburg

Michael Köllner und seine Löwen wollen gegen Oldenburg nachlegen.

Michael Köllner und seine Löwen wollen gegen Oldenburg nachlegen. IMAGO/Picture Point LE

Ausverkauftes Haus vermeldete der MSV Duisburg vor dem Revierschlager am Freitagabend gegen Rot-Weiss Essen - 28.200 Zuschauer verfolgten das erste Punktspiel beider Teams seit Mai 2007 - und kamen dabei auf ihre Kosten. Der MSV startete furios, führte bereits mit 2:0 und spielte am Ende nur 2:2. Die Zebras waren mit dem Remis sogar noch gut bedient, denn Keeper Müller verhinderte in der Nachspielzeit gar die Niederlage. 

Elversbergs Feil erwartet "geiles Spiel" - Wer ersetzt Bär?

Auch am Samstag (14 Uhr) steigen Derbys, eines im Südwesten. Auch wenn die Anhänger des 1. FC Saarbrücken darüber diskutieren, ob die Partie bei der SV Elversberg angesichts der fehlenden Fan-Wucht bei der SVE überhaupt ein Derby ist. "Ich glaube, wenn nur ein Viertel der Fans in diesem Spiel ein Derby sehen, sind wir schon in der Pflicht", setzte FCS-Cheftrainer Uwe Koschinat einen Schlusspunkt hinter dieser Thematik. Elversberg wurde durch den 5:1-Coup in Essen zum ersten Tabellenführer. "Es wird definitiv wieder ein geiles Spiel von uns werden", kündigte Offensivspieler Manuel Feil an.

Ein Derby bestreiten auch der Hallesche FC und Dynamo Dresden. Der HFC unterlag zum Auftakt bereits im Ost-Duell beim FSV Zwickau mit 2:3 und ließ sich dabei von den zweikampfstarken West-Sachsen den Schneid abkaufen: "Mit neuem Selbstvertrauen und Mut geht's ins Derby", hofft Coach André Meyer auf den Lerneffekt und die Unterstützung der rund 10.000 Zuschauer. Dresden hat nicht nur die ersten zwei Pflichtspiele verloren, sondern weiterhin klebt den Dynamos das Verletzungspech an den Stiefeln: Als Letzten erwischte es Anfang der Woche Panagiotis Vlachodimos, der Angreifer fällt wegen einer Knie-OP für längere Zeit aus. SGD-Coach Markus Anfang hat trotz der zwei Pleiten "viele gute Dinge gesehen." Einzig über fehlende Kaltschnäuzigkeit vor des Gegners Tor ärgerte er sich.

Ein geiles Spiel abgeliefert haben bereits die Münchner Löwen - und zwar zum Auftakt beim spektakulären 4:3-Erfolg bei Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden. Dadurch untermauerten die Löwen gleich am 1. Spieltag ihre Ambitionen auf den Aufstieg, müssen die kommenden Wochen aber auf Marcel Bär verzichten. Der Top-Torjäger der letzten Saison verletzte sich beim 0:3 im Pokal gegen Borussia Dortmund am Fuß und wird dem TSV 1860 "längere Zeit nicht zur Verfügung stehen." Wer gegen den VfB Oldenburg im Sturm spielen wird, ist noch nicht sicher. Der Aufsteiger kommt mehr oder weniger frei von Personalsorgen, gleich drei zuletzt angeschlagene Spieler konnte Coach Dario Fossi wieder im Training begrüßen.

Ebenfalls am Samstag treffen sich Viktoria Köln und der SV Wehen Wiesbaden - mit durchaus prominenten Änderungen in der Offensive. Bei den Domstädtern könnte Neuzugang Robin Meißner sein Pflichtspieldebüt feiern, die Hessen müssen dagegen auf Gustav Nilsson verzichten: Der Schwede, in der vergangenen Saison fünftbester Scorer der 3. Liga, spielt ab sofort für den belgischen Erstligisten Royale Union Saint-Gilloise. Zudem stehen sich der SV Meppen und der FSV Zwickau gegenüber, die SpVgg Bayreuth empfängt den SC Freiburg II. Der Aufsteiger fiebert dem ersten Heimspiel im Profibereich seit 32 Jahren entgegen. "Für uns ist das schon das nächste Highlight", sagte Trainer Thomas Kleine. Um die ersten Punkte einzuheimsen, muss die SpVgg auf Freiburgs Vincent Vermeij aufpassen: Denn in der vergangenen Saison gewann der SCF II alle Spielen, in denen der Niederländer traf.

BVB II wieder im Signa-Iduna-Park - Osnabrück ohne Wähling

Der Drittliga-Sontag startet mit der Partie um 13 Uhr zwischen dem BVB II und dem FC Ingolstadt. Wie schon die Spiele am Ende der vergangenen Saison muss die Partie im Signal-Iduna-Park ausgetragen werden, da die eigentliche Spielstätte des "kleinen" BVB, das Stadion Rote Erde umgebaut wird. Die Schanzer starteten mit zwei Erfolgen in die Saison, mussten im Pokal (0:3 gegen Darmstadt) aber die erste Niederlage einstecken. Ungeklärt bleibt weiterhin die Zukunft von Merlin Röhl, an dem 20-jährigen Mittelfeldtalent sollen mehrere Bundesligisten interessiert sein.

Viel Tradition trifft sich dann eine Stunde später, um 14 Uhr erfolgt der Anpfiff zwischen Erzgebirge Aue und dem VfL Osnabrück. Der Start des Zweitliga-Absteigers verlief stockend, nach dem Remis zum Auftakt in der Liga folgte eine Niederlage im Pokal. FCE-Trainer Timo Rost will das Licht der Sachsen aber nicht unter den Scheffel stellen: "Wir sind ein Verein von vielen, die oben mitspielen wollen. Ist doch ganz klar!", sagte er. Diesen Anspruch hat auch Osnabrück, das seine Ambitionen durch den 1:0-Sieg im Auftaktspiel gegen Duisburg unterstrich. Allerdings muss VfL-Coach Daniel Scherning auf Oliver Wähling verzichten, der sich einer Operation unterziehen muss.

Den Abschluss des 2. Spieltags bildet die Partie SC Verl gegen Waldhof Mannheim. Besonders der SVW kommt mit breiter Brust, der 3:1-Auftaktsieg gegen Viktoria Köln und besonders das emotionale 5:3 im Elfmeterschießen im Pokal gegen Holstein Kiel sorgen für Rückenwind. "So etwas schweißt immer zusammen", sagte Waldhof-Kapitän Marcel Seegert. Die Verler dagegen werden vom Verletzungspech verfolgt. Sollte es bei Stammkeeper Niclas Thiede (Wadenverletzung) nicht reichen, würde Tim Wiesner zu seinem Drittligadebüt kommen.

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