2. Bundesliga

Bochums Trainer Thomas Reis: "Schlechteste erste Hälfte dieser Saison"

Bochum kann den Vorsprung an der Spitze nicht ausbauen

Reis: "Schlechteste erste Hälfte dieser Saison"

Ratlose Gesichter: Der VfL Bochum kassierte eine deutliche 0:3-Niederlage beim SC Paderborn.

Ratlose Gesichter: Der VfL Bochum kassierte eine deutliche 0:3-Niederlage beim SC Paderborn. imago images

Der VfL Bochum bleibt sich treu. Die vergangenen zehn Pflichtspiele folgte der VfL dem Schema "Niederlage - Sieg - Sieg". So war es nach den beiden Erfolgen in Düsseldorf (3:0) und gegen Bochum (2:1) zuletzt nach dem Gesetz der Serie wieder "Zeit" für eine Niederlage.

"Unnötigste Niederlage seit Langem"

Dass diese mit 0:3 in Paderborn ziemlich deutlich ausfiel, zog einheitliche Reaktionen der Unterlegenen nach sich. Trainer Thomas Reis stellte unumwunden klar: "Die erste Hälfte war die schlechteste, die ich in dieser Saison gesehen habe." Maxim Leitsch resümierte: "Wir waren wirklich nicht im Spiel, von vorne bis hinten." Und für Torwart Manuel Riemann war es "die unnötigste Niederlage, die ich seit Langem gesehen habe".

Im Gegensatz zu den hellwachen und spielfreudigen Paderbornern ging dem Spitzenreiter am frühen Samstagnachmittag der Punch ab. Bereits zur Pause lag die Elf von Trainer Reis mit 0:2 im Hintertreffen, nach dem Seitenwechsel legte Paderborn das 3:0 nach, die bereits achte Saisonniederlage war somit in Stein gemeißelt. Auch weil der VfL Chancen auf das zwischenzeitliche 1:2 liegen ließ, wie Simon Zoller in der 69. Minute. "Dass wir in der zweiten Hälfte kein Tor gemacht haben, ist Wahnsinn", fand Leitsch. Riemann pflichtete bei: "Obwohl wir nicht gut gespielt haben, hätten wir etwas holen können."

Patzer ohne unmittelbare Folgen

Da die Konkurrenz ebenfalls gepatzt (Hamburg) oder nicht gespielt hatte (Fürth, Kiel), bleibt die Niederlage ohne unmittelbar spürbare Folgen. Andererseits verpasste der Revierklub die Chance, den Vorsprung auf die zweitplatzierten Hamburger auf sieben Punkte auszubauen.

Der Blick der Bochumer ging schnell nach vorne, auch weil die Ausgangslage immer noch die beste aller Zweitligisten ist. So hielten sich die Beteiligten nicht lange mit Hadern auf, Leitsch und Riemann erklärten unisono: "Wir müssen die Niederlage schnell abhaken." Sechs Spiele stehen für den VfL noch auf dem Programm, am kommenden Spieltag empfängt der Tabellenführer Hannover 96 (Sonntag, 13.30 Uhr). Und bleibt die Reis-Elf ihrem Schema treu, gibt es dann womöglich wieder etwas zu bejubeln.

psz