Bundesliga

Reis' Mahnung: Gamboa soll beim VfL Bochum weniger grätschen

Schnelle Rückkehr von Bochums Rechtsverteidiger

Reis' Mahnung: Gamboa soll weniger grätschen

Bochums Cristian Gamboa dürfte in Fürth zur Startelf gehören.

Bochums Cristian Gamboa dürfte in Fürth zur Startelf gehören. imago images/Chai v.d. Laage

Maxim Leitsch muss wegen Muskelfaserriss noch immer pausieren und nimmt noch nicht mal am Mannschafts-Training teil. Die Rückkehr des Innenverteidigers wird sich also noch ein bisschen hinauszögern.

Am Samstag in Fürth (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) wird Thomas Reis aber ein wichtiges Mitglied seiner Wunsch-Viererkette wieder aufbieten können. Beim 2:0 gegen Mainz am zweiten Spieltag, dem einzigen Sieg des Aufsteigers bisher, hatte sich Cristian Gamboa verletzt und musste am Ellbogen operiert werden.

Beim 5:4 im Testspiel gegen Nijmegen am vorigen Donnerstag hielt der Nationalspieler Costa Ricas schon wieder 90 Minuten durch und wird auch, davon ist auszugehen, in Fürth zur Startelf gehören. Schließlich, so Trainer Thomas Reis, "ist er körperlich schon sehr weit, er konnte ja schon relativ schnell nach seiner Verletzung wieder ordentlich trainieren, wenn auch zunächst ohne Zweikämpfe."

Reis: "Er muss natürlich die Zahl seiner Gelben Karten reduzieren"

Mittlerweile stürzt sich Gamboa wie gewohnt unerschrocken in die Duelle mit seinen Gegenspielern. Ganz grundsätzlich aber soll der Rechtsverteidiger noch an seinem Zweikampfverhalten feilen, fordert Reis. "Manchmal geht er noch zu früh zu Boden, da sollte er länger stehen bleiben, statt schnell zu grätschen", findet der Trainer. "Und er muss natürlich die Zahl seiner Gelben Karten reduzieren."

Im Aufstiegsjahr sah Gamboa gleich zehn Mal Gelb, das ist natürlich entschieden zu viel. In der neuen Saison steht er noch blank da, das aber ist auch kein Kunststück, weil er bisher ja erst eineinhalb Bundesligaspiele absolvierte.

Ein Bundesligaspiel wirkt mindestens wie elf Tassen Kaffee.

Cristian Gamboa

Das Erlebnis Bundesliga also ist für den Routinier noch ziemlich neu. Vor dem Saisonstart jedenfalls hatte der 31-Jährige einen treffenden Vergleich gefunden, wieviel mehr ihn die höchste Klasse reizt im Vergleich zur 2. Liga.

"Spiele in der 2. Liga", sagte der Verteidiger aus dem Kaffeeland Costa Rica, "sind für mich wie sieben Tassen Kaffee." Und fügte schmunzelnd hinzu: "Ein Bundesligaspiel wirkt mindestens wie elf Tassen."

Oliver Bitter

Hoppla Hertha! BVB trotz Haaland nicht top: Wie effizient treffen die Bundesliga-Klubs?