Bundesliga

Dortmunds Reinier "muss sich nachhaltig anbieten"

Dortmund: Junger Brasilianer noch ohne Liga-Einsatz

Reinier "muss sich nachhaltig anbieten"

In jedem Training gefordert: Dortmunds Reinier.

In jedem Training gefordert: Dortmunds Reinier. imago images/Kirchner-Media

Vor dem Supercup-Spiel gegen Bayern München (1:3) stand Reinier im Mittelpunkt. Kurz nach seiner Rückkehr aus Japan wurde der Brasilianer für seinen Turniersieg mit der Olympia-Auswahl geehrt und durfte seine Goldmedaille stolz ins Rund zeigen. In der folgenden Partie kam er immerhin sieben Minuten plus Nachspielzeit zum Einsatz.

Eine Alternative - mehr noch nicht

Es sind bis jetzt die einzigen Spielminuten für den Teenager, in den beiden folgenden Ligaspielen saß er bis zum Schlusspfiff auf der Bank - auch in Freiburg, als es galt, einen 1:2-Rückstand noch zu drehen. Mehr als eine Alternative ist Reinier derzeit nicht, auf den Offensivpositionen beim BVB stehen andere Spieler vor ihm. "Der Junge ist erst 19 Jahre alt und hat bei uns gerade im Offensivbereich enorme Konkurrenz, auf seiner Position können Spieler wie Reus, Brandt oder auch Reyna spielen", sagt Sportdirektor Michael Zorc.

Der Junge ist erst 19 Jahre alt und hat bei uns gerade im Offensivbereich enorme Konkurrenz, auf seiner Position können Spieler wie Reus, Brandt oder auch Reyna spielen.

Michael Zorc

Bereits das erste Jahr der Leihe von Real Madrid ist für das Talent nicht optimal gelaufen, lediglich ein Startelfeinsatz inklusive eines feinen Assists beim sportlich bedeutungslosen Aufeinandertreffen mit Bayer Leverkusen am 34. Spieltag stand zu Buche, in den 18 Einsätzen als Joker erzielte er ein Tor gegen Arminia Bielefeld.

Roses Lob und klare Forderung

Seine Qualität ist unbestritten, auch in den Testspielen gegen die zugegebenermaßen unterklassigen Gegner Hagen und Hohenlimburg zeigte der Olympiasieger immer wieder seine feine Technik, sein Dribbling und traf gegen beide Gegner jeweils einmal. "Wir haben seine Spielfreude gesehen", befand Trainer Marco Rose anschließend, "wir sehen alle, was er für ein hervorragender Fußballer ist."

Das aber muss Reiner auch konsequent nachweisen, fordert der Coach: "Er muss es in jedem Training und auf hohem Niveau in der Bundesliga und der Champions League zeigen und sich nachhaltig im Training anbieten, jeden Tag wieder, über Wochen."

Dann sei für ihn "etwas möglich, das hat er zum Großteil selbst in der Hand".

Patrick Kleinmann

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