Bundesliga

Dietmar Hamann bringt Jean-Philippe Mateta beim FC Bayern ins Spiel

Ex-Nationalspieler bringt den Stürmer bei den Bayern ins Spiel

Reif für einen Top-Klub? Hamann denkt an Mateta

Jean-Philippe Mateta

Wuchtiger Angreifer: Der Mainzer Jean-Philippe Mateta. imago images

Dass es Jean-Philippe Mateta nicht an Selbstbewusstsein mangelt, verdeutlichte der erste öffentliche Auftritt des Franzosen nach seinem Wechsel zu den Rheinhessen. "Ich bin ein Killer", sagte er damals, im Juli 2018 - und lieferte mit 14 Treffern in seiner Premierensaison prompt. Insofern verwundert es also nicht, dass der Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann in der heutigen Ausgabe des kicker den 22-Jährigen mit dem FC Bayern in Verbindung bringt. "Für das Angriffszentrum wären Kölns Cordoba, der Mainzer Mateta (oder das eigene Nachwuchstalent Zirkzee) sowie Bremens Rashica für den Flügel weitaus preisgünstiger", schreibt der Champions-League-Sieger von 2005 in Bezug auf die weitaus teureren Timo Werner (RB Leipzig) oder Leroy Sané (Manchester City), die sowohl auf den offensiven Bahnen als auch in der Spitze oder hängend agieren können.

Doch - mal unabhängig von München - wäre ein Mateta schon reif für einen Topklub? Fußballerisch bringt der 22-Jährige viel mit, neben seiner Physis (1,92 Meter, 88 Kilo) eine ansehnliche Endgeschwindigkeit, einen beidfüßigen Abschluss und ein für seine Größe erstaunlich gutes Dribbling, dazu den berühmten Riecher. Dass er noch lernen müsste, beispielsweise hinter und von einem Star von internationalem Format, steht außer Frage und ist für sein Alter völlig normal. Die Tatsache, dass er in der Bundesliga so gut wie keine Anlaufzeit brauchte, obgleich er zuvor in Lyon quasi keine Ligue-1-Erfahrung hatte, spricht für eine schnelle Lernkurve des U-21-Nationalspielers.

Mateta untermauert seinen Wechselwunsch in naher Zukunft

Entgangen ist diese rasante Entwicklung vom Drittliga-Topstürmer bei LB Chateauroux über den Zweitliga-Knipser in Le Havre zur treffsicheren Bundesligakraft in Mainz internationalen Champions-League-Vereinen nicht. Der FC Sevilla und die SSC Neapel etwa interessier(t)en sich intensiv für Mateta, der zuletzt seinen Wechselwunsch in naher Zukunft untermauerte. Einerseits sein gutes Recht, andererseits warfen diese Aussagen mitten im Abstiegskampf intern Fragen auf. Zumal Mateta trotz Kreuzbandrisses in der Vorbereitung und in der Folge einer Hinrunde mit lediglich drei Einsätzen bereits im Januar mit einer Veränderung geliebäugelt haben soll. Was im Klub angesichts der erst im Sommer erfolgten Vertragsverlängerung samt Gehaltsaufbesserung auf wenig Verständnis stieß, zumal die Nullfünfer im Rennen um den Ligaerhalt die Tore des Schlakses brauchen werden.

"Mateta ist nicht auf dem Markt"

"Wir haben das Interesse verschiedenster Vereine zwar zur Kenntnis genommen, aber ich betone noch einmal: Mateta hat einen langfristigen Vertrag und ist nicht auf dem Markt. Es ist klar für mich, dass er bleibt", erklärte Rouven Schröder damals. Eine klare Ansage des Sportvorstandes, der zuletzt auch gegenüber dem kicker schilderte, dass es durchaus vorstellbar ist, dass der FSV mit dem aktuellen Kader in die nächste Saison geht.

Ein Automatismus also, wonach Mainz 05 jährlich seine Topkraft abgeben muss, wie es die Transfers von Jhon Cordoba, Abdou Diallo, Yoshinori Muto oder Jean-Philippe Gbamin in den vergangenen Jahren vielleicht nahelegen, existiert demnach nicht. Und Schröder, der sich besonders bei diesem Quartett als geschickter Verkäufer erwies, wird keinesfalls den Fehler machen, einem Mateta ein Preisschild umzuhängen - schon gar nicht in Zeiten eines von der Corona-Krise geprägten Transfermarktes.

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Benni Hofmann

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