2. Bundesliga

"Reichlich zu viele": Erzgebirge Aue und das Elfmeter-Dilemma

Männel kann diesmal nicht halten

"Reichlich zu viele": Erzgebirge und das Elfmeter-Dilemma

War wieder mal dran beim Elfmeter, konnte das Kieler Tor aber nicht verhindern: Martin Männel.

War wieder mal dran beim Elfmeter, konnte das Kieler Tor aber nicht verhindern: Martin Männel. picture-alliance

Bis in die Schlussphase hinein navigierte Aue an der Kieler Förde auf Punktekurs, dann stellte sich Ognjen Gnjatic im eigenen Strafraum ungeschickt an. Holstein-Profi Finn Porath nahm den Kontakt dankend an, den Strafstoß verwandelte Alexander Mühling (7/7 verwandelt, Top-Mann in der 2. Liga) für die KSV mit etwas Glück zum siegbringenden Treffer (81.).

"Da stellen wir uns dämlich an und bringen uns selbst um den Lohn der Arbeit", ärgerte sich Trainer Dirk Schuster über den vermeidbaren Elfmeter. "Es ist ein Lernprozess, der in meinen Augen langsam abgeschlossen sein muss. Das sind reichlich zu viele", spricht er das Problem der etlichen Strafstöße klar an. Neun mussten die Veilchen bereits hinnehmen in dieser Spielzeit und führen in dieser Statistik gleichauf mit Düsseldorf.

Männel knapp geschlagen

Vier konnte Martin Männel in der laufenden Saison schon halten, der Kapitän verhinderte also schon mehrfach Schlimmeres. Auch in Kiel war er mit den Fingerspitzen noch dran, konnte den platziert getretenen Mühling-Schuss aber nicht ganz um den Pfosten kratzen.

Und so stand am Ende eine bittere Niederlage für den FC Erzgebirge, dem zuvor gleich zwei Abseitstore zu Recht durch den VAR aberkannt worden waren. Gerade der zweite zurückgenommene Treffer von John Patrick Strauß (53.) war bitter - er befand sich allenfalls eine Fußlänge zu weit vorn.

Mit nun ausgeglichener Bilanz (9/5/9, 31:31 Tore) belegt Aue nach der dritten Auswärtsniederlage in Reihe im Klassement Rang neun. Zu Hause läuft es besser (6/3/2), was vor dem Spiel gegen Hannover 96 am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker) Hoffnung macht.

aho/tn

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