3. Liga

Rüdiger Rehm: "Nicht verdient, aber diese Spiele musst du gewinnen"

Wiesbaden mit der Serie eines Aufstiegskandidaten?

Rehm nach fünftem Sieg in Folge: "Nicht verdient, aber diese Spiele musst du gewinnen"

Rüdiger Rehm ist mit Wehen Wiesbaden in der 3. Liga seit zehn Spielen ungeschlagen.

Rüdiger Rehm ist mit Wehen Wiesbaden in der 3. Liga seit zehn Spielen ungeschlagen. imago images

Es sah am Samstag lange Zeit so aus, als würde die Siegesserie (4/0/0) der Wiesbadener brechen: Die Hessen taten sich schwer gegen verbesserte Magdeburger. Am Schluss behielt der SVWW die Oberhand und setzte sich dank eines Medic-Treffers in der 80. Minute mit 1:0 durch. "Das ist nicht verdient, aber es sind Spiele, die musst du gewinnen, wenn du oben dabeibleiben möchtest", erklärte Trainer Rüdiger Rehm, übte aber auch Kritik: "Meine Mannschaft war nicht gut, trotzdem haben wir die drei Punkte geholt und den fünften Sieg in Folge eingefahren. Das ist sehr positiv. Wir wissen aber auch, dass es immer schwieriger wird, diese Serie aufrecht zu erhalten."

Torhüter Tim Boss sprach sogar von einem "der schlechtesten Spiele". Rehm zählte die Mängel auf: "Magdeburg hat ein gutes Spiel und es uns unglaublich schwergemacht. Wir kamen nicht in die Partie und waren nicht zu 100 Prozent griffig. Wir hatten Probleme, die Zweikämpfe für uns zu entscheiden." Letztendlich setzte sich dann trotzdem der neue Tabellendritte durch: "Magdeburg ist in der unteren Hälfte der Tabelle, wir sind gerade auf dem Weg nach oben - dann gehen solche Spiele meistens so aus", so der Trainer.

Magdeburg ist in der unteren Hälfte der Tabelle, wir sind gerade auf dem Weg nach oben - dann gehen solche Spiele meistens so aus.

Rüdiger Rehm

Wie weit nach oben kann der Weg noch gehen? Die aktuelle Bilanz spricht für die Hessen, die in der Liga seit zehn Spielen ungeschlagen sind. Der Lohn: In der Rückrundentabelle belegt Wiesbaden noch vor Gesamtspitzenreiter Dresden den ersten Platz - zum Vergleich: Nach der Vorrunde stand noch Platz acht zu Buche. Es scheint, als hätte der Absteiger in die Erfolgsspur gefunden. In der Hinrunde fehlte der Rehm-Elf schlicht die Konstanz - Wiesbaden gelang es nur einmal, einen Sieg mit einem Dreier am darauffolgenden Spieltag zu vergolden.

Nach Umbruch im Sommer

Der jetzige Höhenflug ist wohl auch das Resultat einer Mannschaft, die sich inzwischen eingespielt hat. Im Sommer verließen mit Manuel Schäffler (19 Treffer, 1. FC Nürnberg) und Daniel-Kofi Kyereh (6, FC St. Pauli) die torgefährlichsten Angreifer den Klub. Im aktuellen Kader zählt nun die FCA-Leihgabe Maurice Malone mit zehn Toren und sieben Vorlagen zu den besten Scorern der Liga. Zudem zeigte auch Phillip Tietz (sieben Tore, fünf Vorlagen), der sich für einen Verbleib in Wiesbaden entschieden hatte, in den vergangenen Spielen eine immer bessere Form.

Wegweisende Spiele

In Zeiten des Umbruchs setzte der Verein zumindest auf der Trainerposition auf Konstanz: Entgegen der öffentlichen Meinung hielt Wiesbaden auch am neuen Rekordtrainer Rehm fest, der selbst zuletzt ein Plädoyer für mehr Ruhe, Gelassenheit und Weitsicht hielt. So prophezeite der 42-Jährige schon vor drei Wochen: "Wir sind auf einem sehr guten Weg." Momentan wirkt es, als würde dieser Weg die Hessen möglicherweise zum sofortigen Wiederaufstieg führen. Die kommenden Aufgaben werden wegweisend sein: Nach dem Auswärtsspiel gegen Bayern II am Sonntag (14 Uhr) geht es gegen den Tabellenvierten Ingolstadt (H) und Spitzenreiter Dynamo Dresden (A).

kon

Die Trainer in der 3. Liga