Regionalliga

Regionalliga Südwest: Keine Aufsteiger aus den Oberligen

Verband gibt Details zur Oberliga-Schnittstelle bekannt

Regionalliga Südwest: Keine Aufsteiger aus den Oberligen

Keine Aufsteiger: Es werden keine neuen Mannschaften in die Regionalliga Südwest kommen.

Keine Aufsteiger: Es werden keine neuen Mannschaften in die Regionalliga Südwest kommen. imago images

"Unter Berücksichtigung der wenigen ausgetragenen Spiele wird den bisherigen sportlichen Leistungen in den drei Oberligen kein hinreichender Aussagewert für die Ermittlung von Aufsteigern beigemessen", heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. "Die Anwendung der Quotientenregel, nach der die Ermittlung eines Aufsteigers anhand der bisher erreichten Punktzahl durch die Anzahl der absolvierten Spiele erfolgt, stellt in Anbetracht der wenigen absolvierten Spiele aus Sicht der Regionalliga Südwest GbR keine sach- und interessengerechte Methode zur Wertung des sportlichen Wettbewerbs dar."

Da die Quotientenregel ausschließlich bereits absolvierte sportliche Leistungen berücksichtigt, hinge der Aufstieg oder die Teilnahme an den Aufstiegsspielen maßgeblich vom Zufall der Spielplangestaltung bzw. davon ab, gegen welche Mannschaften bereits Spiele absolviert wurden. Bei einer sehr niedrigen Anzahl an ausgetragenen Partien fällt es stärker ins Gewicht, ob zunächst gegen starke oder schwächere Gegner gespielt wurde.

Heißt im Klartext, aus den drei Oberligen Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz/Saar werden keine Mannschaften in die Regionalliga Südwest aufsteigen. In allen drei Ligen ist der Spielbetrieb schon seit einigen Monaten unterbrochen, es konnten nicht genügend Spiele absolviert werden (überall weniger als 50 Prozent), um die Saison seriös zu werten.

Es gibt nur zwei Absteiger

Dadurch, dass es nun keine Aufsteiger gibt, verringert sich auch die Zahl der Absteiger. Nun müssen nur zwei anstatt sechs Vereine den Gang in die Fünftklassigkeit antreten. Viel deutet aktuell auf Aufsteiger Eintracht Satdtallendorf (abgeschlagen mit zwölf Punkten auf dem letzten Platz) und Bayern Alzenau (als Vorletzter zehn Punkte weniger als der 20.) hin.

Trier kündigt juristische Prüfung an

Diese Entscheidung ist natürlich für Vereine, die in der Oberliga gut dabei waren, ärgerlich. Unter anderem für Eintracht Trier, das mit 22 Punkten aus neun Spielen auf Platz eins der Oberliga Rheinland-Pfalz/Gruppe Nord steht. "Der SVE wird diese Entscheidung und Argumentation schnellstmöglich juristisch prüfen lassen und gegebenenfalls jede Möglichkeit ausschöpfen, gegen den Beschluss vorzugehen", kündigte der Klub am Donnerstag an. Trier wäre nach der Quotientenregel Erster und somit Aufsteiger gewesen. Allerdings wurden mit neun von 22 Spieltagen eben auch erst unter 50 Prozent der Spiele absolviert.

mst