2. Bundesliga

Regensburg: Torgefahr bleibt fast ein Fremdwort

Jahn ist vorne einfach zu harmlos

Regensburg: Torgefahr bleibt fast ein Fremdwort

Die Regensburger Kaan Caliskaner und Andreas Albers hadern: Vorne läuft beim Jahn zu wenig zusammen.

Die Regensburger Kaan Caliskaner und Andreas Albers hadern: Vorne läuft beim Jahn zu wenig zusammen. IMAGO/Eibner

Mit einem 3:0 in Bielefeld war der SSV nach dem 2:0 gegen Darmstadt zum Auftakt auch auswärts vielversprechend in die Saison gestartet. Seither allerdings stottert der Offensivmotor der Regensburger bis auf eine Ausnahme (2:0 gegen St. Pauli) beträchtlich.

In sieben von zehn Spielen ohne Treffer

Jüngstes Beispiel war das 0:1 in Magdeburg, der bereits vierten Auswärtsniederlage in Serie, bei der die Regensburger noch dazu ohne Torerfolg geblieben sind.  "Aktuell tun wir uns schwer, als ganze Mannschaft nach vorne Torgefahr zu erzeugen", gestand Mittelfeldabräumer Benedikt Gimber, nachdem der Jahn den Ball insgesamt bereits schon zum siebten Mal in dieser Spielzeit nicht im gegnerischen Tor untergebracht und mit nur sieben Treffern die schwächste Offensive der Liga hat.

Die Misere vor dem gegnerischen Tor macht eine Analyse nicht schwer, an was es beim Tabellen-12. hapert. "Fakt ist, wir machen aktuell zu wenig Tore. Aber diese Phase müssen wir überstehen, härter sowie konsequenter daran arbeiten, um mehr Durchschlagskraft vor dem Tor zu haben", hält Coach Mersad Selimbegovic das Mittel bereit, das Abhilfe schaffen könnte.

Unglücklicher Stojanovic: "Einfach falsch eingeschätzt"

Dass es beim Aufsteiger nicht zu einem Punktgewinn reichte, lag in dessen konsequenteren Chancenverwertung. "Der Gegner hat den einen großen Fehler zu viel von uns eiskalt ausgenutzt", resümierte Selimbegovic betrübt. Unglücklichster Spieler beim Jahn war sicherlich Keeper Dejan Stojanovic, der den Ball nach einem Abschlag von Pendant Reimann "einfach falsch eingeschätzt" hatte, so dass Luca Schuler das Tor des Tages erzielen konnte (68.).

"Solche Fehler wie bei Dejan passieren einfach. Er weiß selber, dass das unglücklich war. Wir wissen, dass Dejan unser wichtiger Rückhalt ist und wir viele Punkte auch durch ihn gewonnen haben."

Langner komplettiert Torwart-Trainerteam

Nicht im Zusammenhang mit dem Patzer von Stojanovic steht die Verpflichtung von Marco Langner, der ab Montag als neuer Torwarttrainer das Trainerteam des SSV komplettieren wird, auch wenn die Arbeitsschwerpunkte des 53-Jährigen in der "individuellen Weiterentwicklung der Torhüter der Jahn-Profis und der Verzahnung der Torhüter-Ausbildung mit der Jahnschmiede" sein werden. Mit diesen Inhalten beschreibt der kaufmännische Geschäftsführer des Jahn, Philipp Hausner, das Betätigungsfeld Langners auf der vereinseigenen Website.

Langner, der zuletzt in der gleichen Funktion bei den Würzburger Kickers aktiv war, freut sich auf seine "neue und anspruchsvolle Aufgabe beim SSV Jahn", bei der er seine "Erfahrungen so bald und intensiv wie möglich einbringen" möchte.

jch