Bundesliga

Rechenspiele beendet: Union spielt künftig vor 13.500 Zuschauern, Hertha vor maximal 39.738

Regelung gilt ab dem 1. Dezember

Rechenspiele beendet: Union spielt künftig vor 13.500 Zuschauern, Hertha vor maximal 39.738

Limitierte Zuschauerkapazitäten für das Olympiastadion und die Alte Försterei gelten ab dem 1. Dezember.

Limitierte Zuschauerkapazitäten für das Olympiastadion und die Alte Försterei gelten ab dem 1. Dezember.

Großveranstaltungen mit mehr als 2000 Anwesenden im Freien können in Berlin ab dem 1. Dezember "nur bis zu einer absoluten Zahl von 5000 Zuschauenden mit voller Kapazität und für den 5000 Personen überschreitenden Teil mit maximal 50 Prozent der weiteren Kapazität genehmigt werden", hatte der Senat am Dienstag mitgeteilt.

Unklarheiten in der Hauptstadt

Daraufhin herrschte in der Hauptstadt Unsicherheit über die konkreten, künftig erlaubten Zuschauerzahlen bei Spielen in den Stadien des 1. FC Union und von Hertha BSC. Je nach Rechnung kursierten Obergrenzen von 13.500 oder 16.000 für die Alte Försterei, in der Union seine Bundesliga- und Pokal-Heimspiele austrägt, und von 39.738 oder 42.238 für das Olympiastadion, in dem Hertha BSC spielt.

Am Mittwoch löste die Senatsverwaltung für Inneres und Sport dann das Rätsel auf. "Nach der neuen Regelung sind folgende Auslastungen möglich: Alte Försterei 13.500 und Olympiastadion 39.738. Dies errechnet sich wie folgt: Wenn die Zuschauerzahlen über 5000 hinausgehen, können noch 50 Prozent der restlichen freien Platzkapazität hinzukommen", teilte die zuständige Senatsabteilung mit. Der einfachste Rechenweg für die Ermittlung der Kapazität der Stadien lautet: "Maximale Platzkapazität des Stadions minus 5000 geteilt durch zwei." Das Fassungsvermögen der Alten Försterei beträgt offiziell 22.012 Zuschauer, das des Olympiastadions 74.475.

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Union vor knapp 40.000 im Olympiastadion

Von der Regelung für das Olympiastadion ist neben Hertha auch der 1. FC Union betroffen. Die Eisernen tragen ihre Europapokal-Heimspiele in der Heimspielstätte des Stadtrivalen aus. Am 9. Dezember empfängt die Mannschaft von Trainer Urs Fischer Slavia Prag zum finalen Gruppenspiel in der Europa Conference League - vor dann maximal 39.738 Zuschauern.

Kapazität für Hertha-Duell mit Augsburg noch offen

Mit der Neuregelung sind allerdings noch nicht alle Unklarheiten beseitigt. Wie viele Zuschauer zu Herthas anstehendem Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) ins Olympiastadion kommen dürfen, ist noch offen. Die Partie findet vor dem Inkrafttreten der neuen Regelung zum 1. Dezember statt. Hertha hatte - wie Union für das Hauptstadtderby in der Vorwoche - einen Antrag auf Vollauslastung seiner Heimspielstätte unter 2G-Bedingungen gestellt, darin aber auch alternative Auslastungsszenarien formuliert.

Eine Entscheidung in der Angelegenheit soll am heutigen Mittwoch oder Donnerstag fallen.

Jan Reinold