Bundesliga

Olaf Rebbe in der Kritik! Das sagt der VfL-Manager - Die Krise in Wolfsburg: "Ich spüre die Rückendeckung"

Die Krise in Wolfsburg: "Ich spüre die Rückendeckung"

Rebbe in der Kritik! Das sagt der VfL-Manager

Die Luft wird dünner: Olaf Rebbe steht beim VfL Wolfsburg in der Kritik.

Die Luft wird dünner: Olaf Rebbe steht beim VfL Wolfsburg in der Kritik. imago

Sie müssen sich in Wolfsburg an jeden noch so kleinen Strohhalm klammern. Nach nur einem Sieg aus den vergangenen zehn Ligaspielen und mit Bruno Labbadia als dritten Trainer in der laufenden Saison stellt Olaf Rebbe verhalten optimistisch fest: "Die Aufbruchstimmung ist nach dem Trainerwechsel wieder da." Zaghaft unterfüttert mit einem 1:1 zum Labbadia-Start in Mainz . Doch Rebbe weiß: Nur Siege helfen dem Tabellenfünfzehnten aktuell wirklich weiter.

Wie es mit dem Sportdirektor in Wolfsburg weitergeht, steht ebenfalls in den Sternen. Seine Position ist arg geschwächt, seine beiden Trainerentscheidungen - Andries Jonker entließ er nach dem 4. Spieltag, Martin Schmidt ließ den Manager mit seinem Rücktritt alleine im Regen stehen - sowie die Kaderumstrukturierungen brachten nicht den erhofften Erfolg. Im Gegenteil: Statt eine Positivüberraschung der Saison zu sein, ist der VfL wieder einmal eine der größten Enttäuschungen.

Trainersteckbrief Labbadia
Labbadia

Labbadia Bruno

VfL Wolfsburg - Vereinsdaten
VfL Wolfsburg

Gründungsdatum

12.09.1945

Vereinsfarben

Grün-Weiß

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"Warum schlägt das Pendel nicht in die positive Richtung?"

Woran liegt's? Rebbe führt die Verletztenmisere an, räumt aber auch ein: "Natürlich muss man kritisch gucken, warum schlägt das Pendel nicht in die positive Richtung?" Bei der Frage, ob er Fehler gemacht habe, wird der Manager nebulös: "Es gibt Dinge, die man feststellen kann, die ich aber nicht öffentlich machen werde." Er weiß aber auch: "Der Druck ist extrem groß."

Ich weiß, dass es Kritik an meiner Person gibt. An wem sonst? Die Situation kotzt mich selbst an.

Olaf Rebbe

Rebbe steht in der Kritik, intern wie extern. "Ich weiß, dass es Kritik an meiner Person gibt. An wem sonst? Ich bin verantwortlich für das Wohl und Wehe im Bereich Sport. Die Situation kotzt mich selbst an." Dennoch betont er demonstrativ: "Ich stehe im guten Austausch mit der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat, wir diskutieren über Modelle, wie der Verein zukunftsfähig aufgestellt werden kann. Ich beteilige mich in meiner Funktion als Sportdirektor daran, bin aber auch nicht der Entscheider." Wichtig für ihn: "Ich spüre die Rückendeckung."

Kampflos aufgeben will Rebbe nicht

Divock Origi und Olaf Rebbe

Die sportliche Lage ist kritisch - und betrifft Spieler wie Divock Origi und natürlich auch Olaf Rebbe. imago

Gleichwohl, das ist verbrieft, macht sich Eigner Volkswagen längst Gedanken über eine Neusortierung und -besetzung der Führungsebene, was angesichts der katastrophalen Entwicklung nur logisch ist. Die Suche nach einem Geschäftsführer Sport - dieser Posten war perspektivisch mal für Rebbe vorgesehen - läuft außerhalb des eigenen Unternehmens.

Ob oder in welcher Rolle Rebbe dabei zukünftig noch involviert sein wird, ist offen. Kampflos will der 39-Jährige, dem zuletzt ein von ihm dementiertes Rücktrittsangebot nachgesagt wurde, das Feld jedenfalls nicht räumen. "Ich bin grundsätzlich jemand, der kämpft. Es ist alternativlos. Wir sind mit großer Lust angetreten, nach dieser schlechten Saison und dem Umbruch in eine neue Richtung zu gehen." Das große Problem: An der Richtung des VfL hat sich seither nichts geändert - es geht abwärts.

Thomas Hiete