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Real rehabilitiert sich: Kapitän Benzema trifft gegen Alaves doppelt

Trainer Zidane stand gegen Alaves nicht an der Seitenlinie

Real rehabilitiert sich: Kapitän Benzema trifft gegen Alaves doppelt

Erleichtert: Nach drei sieglosen Pflichtspielen fand Real Madrid zum Auftakt in die Rückrunde auch ohne Trainer Zinedine Zidane wieder zurück in die Spur.

Erleichtert: Nach drei sieglosen Pflichtspielen fand Real Madrid zum Auftakt in die Rückrunde auch ohne Trainer Zinedine Zidane wieder zurück in die Spur. imago images

Nur drei Tage nach dem blamablen Aus in der Copa del Rey bei Drittligist Alcoyano trat Real Madrid in der Liga zum Rückrunden-Auftakt wieder mit der Stammelf an: Benzema, Asensio und Hazard bildeten die offensive Dreierreihe. Dennoch fehlten nach wie vor wichtige Stützen, darunter Kapitän Sergio Ramos und Carvajal. Zudem mussten die Königlichen auf Trainer Zinedine Zidane verzichten, der am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Für ihn stand Assistent David Bettoni im Estadio Mendizorroza an der Seitenlinie.

Schlechte Erinnerungen hatten die Madrilenen sicherlich noch an das Hinspiel, in dem die Abstiegsbedrohten Basken aus Alaves am Ende mit 2:1 als Sieger vom Platz gegangen waren.

Nervöser Beginn - Casemiros Kopfball sitzt

Real begann nervös und überließ den Ball häufig den Basken, die über Joselu gleich zu zwei noch eher harmlosen Abschlüssen kamen (4., 6.). Nach und nach nahmen auch die Madrilenen am Spiel teil und fanden wieder Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten. Kurz nachdem Battaglia freistehend die Führung für Alaves verpasst hatte (13.), bot sich Benzema nach traumhaftem Zuspiel von Modric die große Chance, der Franzose scheiterte aber erst an Pacheco, anschließend an Lejeune und am Pfosten (14.). Lange mussten die Blancos der vergebenen Möglichkeit nicht nachtrauern, denn die folgende Kroos-Ecke fand über Casemiros Kopf den Weg ins Netz zur königlichen Führung (15.).

Real dreht auf - Benzema und Hazard treffen noch vor der Pause

Mit dem Treffer im Rücken dominierte Real danach bis zur Pause, Alaves kam kaum noch in die Zweikämpfe und ließ den Königlichen regelmäßig zu viel Platz. Allen voran Modric überragte mit tollen Zuspielen, Hazard zeigte sich spielfreudig, verdribbelte sich aber auch oft oder spielte teils zu unpräzise. Bis zum Pausenpfiff schoss sich Real dennoch den Frust der letzten Spiele von der Seele: Erst zirkelte Benzema die Kugel genau in den Winkel (41.), dann verarbeitete Hazard in der Nachspielzeit ein schönes Zuspiel von Kroos hochwertig und stellte auf 3:0.

Alaves wechselte zur Pause gleich dreimal, zudem wurde das Spiel der Basken deutlich körperbetonter, was unter anderem Mendy (49.) und Eder Militao (55.) zu spüren bekamen. Alaves war näher dran am Gegner und belohnte sich mit dem ersten Treffer: Der eingewechselte Lucas Perez brachte eine Freistoß-Flanke an den Elfmeterpunkt, wo der ehemalige Hoffenheimer, Frankfurter und Hannoveraner Joselu, der auch schon für die Königlichen spielte, zum 1:3 wuchtig einköpfte (59.).

Reals Antwort auf Joselu lautet Benzema

Es stellte sich eine Frage: Würde Real jetzt nervös werden? Die Antwort lautete war ein klares Nein. Das lag zum einen an der letztlich doch zu harmlosen Offensive der Basken, zum anderen an der geduldigen und effizienten Spielweise der Königlichen. Wieder spielte Modric schön raus zu Benzema, der Martin vernaschte und zum 4:1 traf (70.).

Danach war die Luft naturgemäß raus, die Partie war entschieden. Bei Madrid durfte in der Schlussphase unter anderem der ehemalige Münchner Odriozola - in der Liga zuletzt am 4. Spieltag im Einsatz - einige Minuten sammeln.

Nach drei sieglosen Spielen in Folge rehabilitierte sich Real Madrid gegen Deportivo Alaves zumindest etwas und revanchierte sich für die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel. Weiter geht es für die Königlichen in der Liga am kommenden Samstag gegen UD Levante. Bei Deportivo Alaves bekam die Geburtstagsparty - der Verein feierte sein 100-jähriges Bestehen - einen Dämpfer.

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