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Real Madrid: Eine Krise zur absoluten Unzeit

Zwei Niederlagen in Folge für die Königlichen

Real Madrid: Eine Krise zur absoluten Unzeit

Real musste am Mittwoch die zweite Niederlage in Serie einstecken.

Real musste am Mittwoch die zweite Niederlage in Serie einstecken. imago images

Natürlich gibt es für eine Krise nie den richtigen Zeitpunkt. Doch in genau jener Woche vor dem Clasico, dem prestigeträchtigen Duell der beiden Dauerrivalen Real und Barcelona, kommt eine Schwächeperiode doch noch unpassender daher. Die Königlichen haben nach dem 0:1 in der Liga gegen Cadiz auch in der Champions League gegen Donezk den Kürzeren gezogen (2:3).

Vor allem die erste Hälfte gegen die Ukrainer muss die Blancos beunruhigen. Denn nach dem 0:1 in der Liga gegen den Aufsteiger sollten die Alarmglocken bereits geläutet haben. Der Auftakt in der Champions League war auch dahingehend wichtig, um sich für das Duell mit Barça zu rüsten. Aber die ersten 45 waren fast Arbeitsverweigerung der Mannen aus Madrid. Der Außenseiter aus Donezk führte zur Pause mit 3:0.

Spielersteckbrief Sergio Ramos
Sergio Ramos

Ramos Garcia Sergio

Trainersteckbrief Zidane
Zidane

Zidane Zinedine

"Natürlich ist es ein schlechtes Gefühl. Es war am Ende ein Mix von allem. Wir machen vor dem ersten Tor einen Fehler, anschließend haben wir unser Selbstvertrauen ein bisschen verloren, waren nicht aktiv", wird Coach Zinedine Zidane bei der "Marca" zitiert, um dann aber positiv hervorzuheben: "Ich bin froh darüber, wie die Spieler in der zweiten Hälfte reagiert haben."

Zidane zeigt sich selbstkritisch

Durch ein Traumtor von Luka Modric sowie das Blitztor von Joker Vinicius 15 Sekunden nach seiner Einwechslung verkürzte Real auf 2:3, zu einem Punktgewinn reichte es allerdings nicht mehr. Und es war bei Weitem auch nicht so, dass Real nach dem Seitenwechsel die Sterne vom Himmel spielte und Chance um Chance kreierte. Der Treffer von Modric war individuelle Klasse und das Tor von Vinicius resultierte aus einem krassen Ballverlust von Schachtar. Und so musste am Ende auch Zidane bilanzieren: "Es war ein schlechtes Spiel, ein schlechter Abend. Ich bin der Coach, ich bin derjenige, der Lösungen finden muss. Und das habe ich heute Abend nicht getan."

Barça macht es Real vor

Aber das sollte er schnell tun, denn lange hat der Coach nicht Zeit. Bereits am Samstag steht für die Real-Fans das wichtigste Spiel der Saison auf dem Programm, es geht gegen Barcelona. Auch die Katalanen verloren am Wochenende in der Liga (0:1 bei Getafe), aber die Elf von Ronald Koeman tat genau das, was man auch von den Königlichen erwartet hatte: eine Reaktion in der Königskasse zeigen. Lionel Messi & Co. erwischten vielleicht nicht ihren besten Abend, siegten am Ende allerdings klar mit 5:1 gegen Ferencvaros Budapest.

Jetzt den Schalter umlegen - Ramos wohl dabei

Das Selbstvertrauen spricht also für die Katalanen. Und wenn ein Verein wie Real zweimal in Folge verliert, steigt natürlich auch der öffentliche Druck auf Zidane, die Kritiker werden laut. "Ich antworte nicht darauf, was die Leute sagen. Wir bereiten uns jetzt auf das Spiel am Samstag um 16 Uhr vor. Für uns ist es jetzt wichtig, ruhig zu bleiben", lässt sich "Zizou" gewohnt nicht aus der Reserve locken. Etwas mehr Ruhe dürfte es ihm verschaffen, wenn Kapitän Sergio Ramos wieder an Bord wäre. Der Defensivleader war zuletzt leicht angeschlagen, setzte gegen Donezk aus und trainierte am Donnerstag individuell. Er dürfte am Samstag in der Regel dabei sein.

mst