Bundesliga

RB Leipzig trennt sich von Trainer Jesse Marsch

Schnelles Aus für Nagelsmann-Nachfolger

RB Leipzig trennt sich von Trainer Marsch

Seine Amtszeit in Leipzig ist schon wieder beendet: Jesse Marsch.

Seine Amtszeit in Leipzig ist schon wieder beendet: Jesse Marsch. imago images/foto2press

Nach nicht einmal einem halben Jahr muss Jesse Marsch seinen Posten bei RB Leipzig schon wieder räumen. Dem 48-Jährigen wurde die Misere von zuletzt drei Bundesliga-Niederlagen am Stück zum Verhängnis, durch die der Vizemeister im Kampf um einen anvisierten Champions-League-Platz weiter ins Hintertreffen geraten ist.

Nach Klub-Angaben haben sich die Sachsen mit dem US-Amerikaner "einvernehmlich darauf verständigt, die Zusammenarbeit zu beenden". Marsch wurde entsprechend freigestellt.

Schon nach der 1:2-Niederlage bei Union Berlin am Freitag, bei der Marsch wegen seiner Corona-Infektion im dritten Pflichtspiel hintereinander an der Seitenlinie gefehlt hatte, hatte Vorstandsboss Oliver Mintzlaff deutliche Worte gewählt. "Wir haben einen Kader, der sicherlich zu den drei, vier besten in der Bundesliga zählt. Das ist auch unser Anspruch", hatte er bei DAZN unter anderem gesagt.

Marsch war vor der Saison als Nachfolger von Julian Nagelsmann von RB Salzburg gekommen, nach dem personellen Umbruch aber daran gescheitert, Konstanz in die Leistungen seiner Mannschaft zu bekommen. Auch in der Champions-League-Gruppe mit Manchester City und Paris St. Germain hat RB nur noch Chancen auf den dritten Platz.

Beierlorzer übernimmt vorübergehend

Interimsweise wird die Mannschaft von Co-Trainer Achim Beierlorzer übernommen. Der Franke war im Sommer zu RB Leipzig zurückgekehrt, dort hatte er bereits zwischen 2014 und 2017 in verschiedenen Funktionen gearbeitet. Anschließend war der 54-Jährige in Regensburg, Köln und Mainz als Cheftrainer tätig.

Nun soll er das Team auf das anstehende Champions-League-Heimspiel gegen Manchester City am Dienstag (18.45 Uhr, LIVE! bei kicker) vorbereiten. Dann geht es für RB Leipzig um den Einzug in die Europa League als Gruppen-Dritter im Fernduell mit Brügge.

Ein neuer Cheftrainer wird "zeitnah präsentiert", teilte RB Leipzig mit.

Lesen Sie zu dem Thema einen Kommentar von kicker-Redakteur Andreas Hunzinger: Oft zwischen den Spielstilen mäandert: Marsch bekam keine Stabilität ins Team

jpe