Bundesliga

RB Leipzig erzielt mit Rekordumsatz - aber auch Schulden

Gehaltskosten steigen an

RB Leipzig erneut mit Rekordumsatz - aber auch Schulden auf Höchststand

Rekordumsatz, aber auch hohe Verbindlichkeiten: RB Leipzig.

Rekordumsatz, aber auch hohe Verbindlichkeiten: RB Leipzig. IMAGO/motivio

In dem vom Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschluss weist der aktuelle DFB-Pokalsieger einen Umsatz von 372 Millionen Euro aus, das sind 50 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Verantwortlich dafür waren in erster Linie deutlich höhere TV-Gelder aus der Bundesliga-Vermarktung, Mehrerlöse durch den Einzug ins Achtelfinale der Champions League (Aus gegen den FC Liverpool) sowie Transfererträge vor allem durch den Verkauf von Timo Werner für 53 Millionen Euro zum FC Chelsea.

Dies hätte "den pandemiebedingten Ausfall der Zuschauer- und Sponsoringeinnahmen sowie den Rückgang der Einnahmen im Merchandising mehr als kompensiert", heißt es im Lagebericht. Die Kosten für Löhne und Gehälter kletterten gegenüber dem Vorjahr um 25 auf 165 Millionen Euro.

Verbindlichkeiten steigen beträchtlich an

Zwar erzielte RB Leipzig im ausgewiesenen Geschäftsjahr einen Überschuss von 1,5 Millionen Euro. Allerdings stiegen die Verbindlichkeiten von 164 auf 228 Millionen Euro beträchtlich an. Die Hauptursache dafür waren ausstehende Zahlungen für Transfers von 123 Millionen Euro. Sie resultierten unter anderem aus den Verpflichtungen von Alexander Sörloth, Hee-Chan Hwang und Dominik Szoboszlai, beinhalteten aber auch Raten und einzulösende Erfolgs-Boni aus Transfers in den Vorjahren. 2019/20 lag dieser Posten noch bei 87 Millionen Euro, 2018/19 gar nur bei 29 Millionen Euro.

Dagegen wurden die Verbindlichkeiten bei der Red Bull GmbH um neun Millionen auf nun 59 Millionen Euro abgebaut. Der Konzern, der 99 Prozent an der RB Leipzig GmbH hält, hatte im April 2019 Schulden von 100 Millionen Euro in die Kapitalrücklage des Bundesligisten umgewandelt. Das im jüngsten Geschäftsbericht ausgewiesene Eigenkapital blieb mit 112 Millionen Euro nahezu unverändert.

Oliver Hartmann

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