Europa

Rassismus: Ungarn muss Heimspiel ohne Fans austragen

FIFA bestätigt Strafe gegen ungarischen Verband

Rassismus-Vorfall und mehr: Ungarn muss ein Heimspiel ohne Fans austragen

Unschöne Bilder: Beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Ungarn und England sind u.a. Gegenstände geflogen.

Unschöne Bilder: Beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Ungarn und England sind u.a. Gegenstände geflogen. imago images/Focus Images

Die Strafe in Höhe von einem Heimspiel ohne Fans teilte der Weltverband FIFA an diesem Dienstag offiziell mit. Darüber hinaus droht dem ungarischen Verband ein weiteres Geisterspiel, sollten sich ähnliche Vorfälle innerhalb der nächsten zwei Jahre ereignen. Obendrein verhängte die Disziplinarkommission noch eine Geldstrafe in Höhe von 200.000 Schweizer Franken (zirka 183.000 Euro) gegen den ungarischen Verband.

Hintergrund: Insbesondere das rassistische Verhalten der Anhänger beim 0:4 gegen England im Qualifikationsspiel zur WM 2022 in Katar in Budapest am 2. September 2021 wurde mit dieser Strafe geahndet. In der Partie hatten Zuschauer englische Spieler rassistisch beleidigt sowie zudem Gegenstände geworfen, Feuerwerkskörper abgefeuert und Treppen blockiert.

"Abscheuliches Verhalten im Fußball"

Die FIFA erklärte dazu detailliert: "Nach Prüfung und Erwägung aller Umstände des Falls, insbesondere der Schwere der fraglichen Vorfälle (rassistische Äußerungen und Handlungen, Werfen von Gegenständen, Abfeuern von Feuerwerkskörpern, Blockieren von Treppen), ordnete die Kommission an, dass der MLSZ (Magyar Labdarugo Szövetseg; Anm. d. Red.) die nächsten beiden Heimspiele bei FIFA-Wettbewerben unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen muss, wobei die zweite Spielsperre auf Bewährung mit einer Frist von zwei Jahren ausgesetzt wurde."

"Die FIFA lehnt jede Form von Rassismus, Gewalt, Diskriminierung und Missbrauch entschieden ab und toleriert in keiner Weise solch abscheuliches Verhalten im Fußball", hieß es in der offiziellen Mitteilung des Weltverbands darüber hinaus.

Im nächsten Spiel der WM-Qualifikationsguppe I spielt Ungarn am 9. Oktober in der Puskas Arena in Budapest gegen Albanien.

Für den ungarischen Verband MLSZ ist es die bereits zweite Strafe binnen weniger Monate, nachdem die UEFA nach den Diskriminierungen bei der EURO durchgegriffen hatte. Der Verband hatte Ungarn mit drei Geisterspielen sowie einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro belegt.

dpa/mag

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