Int. Fußball

Rashford über Meister-Ziele und Elfmeter: "Mourinho zeigte uns das"

Vor dem Topspiel gegen Liverpool

Rashford über Meister-Ziele und Elfmeter: "Mourinho zeigte uns das"

Prägender Einfluss: Marcus Rashford (l.) mit José Mourinho, der ihn zwischen 2016 und 2018 trainierte.

Prägender Einfluss: Marcus Rashford (l.) mit José Mourinho, der ihn zwischen 2016 und 2018 trainierte. imago images

In eine Thematik, in der Schiedsrichter das letzte Wort haben, mischte sich nun auch ein bekannter ehemaliger Unparteiischer ein. Mark Clattenburg bezeichnete Jürgen Klopp, der sich über Elfmeter beschwert hatte, die Manchester United bekomme, Liverpool aber nicht, in der "Daily Mail" als "Heuchler".

"Seine Spieler wie Salah oder Mané sind ebenfalls darauf aus, diese Taktiken anzuwenden", so Clattenburg, der nicht glaubt, dass es eine besondere Aura oder eine Bevorzugung ManUniteds durch die Schiedsrichter gibt. Auch wenn Klopp tatsächlich nicht falsch lag, als er äußerte, gehört zu haben, dass Manchester in den vergangenen zwei Jahren (zweieinhalb, d. Red, 32 Elfmeter) mehr Strafstöße zugesprochen bekam als Liverpool in Klopps kompletter Amtszeit (fünfeinhalb Jahre, 30 Elfmeter).

Spielersteckbrief Rashford
Rashford

Rashford Marcus

Trainersteckbrief Mourinho
Mourinho

Mourinho José

Trainersteckbrief Solskjaer
Solskjaer

Solskjaer Ole Gunnar

FC Liverpool - Vereinsdaten
FC Liverpool

Gründungsdatum

15.03.1892

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Manchester United - Vereinsdaten
Manchester United

Gründungsdatum

01.01.1878

Vereinsfarben

Rot-Weiß-Schwarz

Mourinho machte Rashford "cleverer"

Das mit den Elfmetern - auf die Manchester laut einer bedingt aussagekräftigen Tabelle ohne Strafstöße, in der die Red Devils Zweiter, die Reds aber nur Neunter wären, angeblich weniger angewiesen ist - hat laut Marcus Rashford etwas mit José Mourinho zu tun, der den Rekordmeister zwischen 2016 und 2018 trainierte. "Mourinho zeigte uns das. Er hat mir geholfen, im Strafraum cleverer zu werden", verriet Rashford der FA. "Er sagte: 'Wenn du dabei nicht clever bist, wirst du den Elfmeter nicht bekommen.'"

Der 23-Jährige, der vom Verband für sein humanitäres Engagement ausgezeichnet wurde, wollte sich mit Nebenschauplätzen aber gar nicht allzu sehr befassen - vielmehr denkt Rashford groß: "Wenn wir Zweiter oder Dritter werden, ist es keine gute Saison für uns. Das ist nicht, was wir uns vor der Saison vorgenommen hatten", gestand der Angreifer des Tabellenführers dem "Independent".

Wir freuen uns nur über Platz eins, wenn wir auch am Ende oben stehen.

Marcus Rashford

Im roten Teil Manchesters, der letztmals 2013 unter Sir Alex Ferguson die Meisterschaft feierte, freue man sich laut Rashford nur über Platz eins, "wenn wir auch am Ende oben stehen". Das Team, dessen Geschicke längst Ole Gunnar Solskjaer leitet, ist seit 15 Spielen ungeschlagen und speziell auswärts eine Macht. Die letzte Niederlage fernab des Old Trafford gab es im Januar 2020 - in Liverpool.

Seit 67 Heimspielen ungeschlagen

Die Reds sind indes Inhaber einer noch stolzeren Serie. Seit 67 Liga-Heimspielen ist der Meister an der Anfield Road ungeschlagen, 55 dieser Spiele wurden gewonnen. "Wir müssen unser bestes Spiel machen, um sie zu schlagen", weiß Rashford - "also ändert sich für uns nichts. Wir sind ein Team, das sich immer noch verbessert, also schauen wir nur auf uns."

Die vielseitigste Offensive der Premier League? Bruno Fernandes, Marcus Rashford und Anthony Martial (v.l.).

Die vielseitigste Offensive der Premier League? Bruno Fernandes, Marcus Rashford und Anthony Martial (v.l.). imago images

Was Rashford beim Blick auf die eigene Mannschaft sieht, gefällt ihm: "Wir sind gefährlicher, können jederzeit Tore schießen", adelt der Leistungsträger die für ihn "vielseitigste Offensive der Premier League". Zwischen ihm, Bruno Fernandes, Anthony Martial, Edinson Cavani oder Mason Greenwood "gibt es eine unglaubliche Verbindung".

Zwei Duelle in acht Tagen

Der Tabellenführer versteckt sich nicht vor dem Duell mit dem amtierenden Champion am Sonntag (17.30 Uhr, LIVE bei kicker). "Wir müssen zeigen, dass wir bereit sind, für das zu kämpfen, was wir wollen. Und wir wollen Erfolg", fordert Rashford, für den es "keine besseren Spiele gibt" als gegen das Team von Jürgen Klopp oder Pep Guardiolas Manchester City. Für ihn steht eine launige Woche an. Denn einen Sonntag später treffen die Red Devils auch im FA Cup auf Liverpool.

nba

Englands Rekordmeister: Liverpool rückt ManUnited auf die Pelle