2. Bundesliga

Rapp: "Das sind immer die Fragen der Journalisten"

Kiels Trainer freut sich über den großen Konkurrenzkampf

Rapp: "Das sind immer die Fragen der Journalisten"

Marcel Rapp jubelte zuletzt nach dem Sieg gegen Karlsruhe - und auch wieder nach dem Gastspiel in Elversberg?

Marcel Rapp jubelte zuletzt nach dem Sieg gegen Karlsruhe - und auch wieder nach dem Gastspiel in Elversberg? IMAGO/Eibner

Dass mit Elversberg nicht gut Kirschen essen ist, erfuhren die Störche im Hinspiel, bei dem sie beim 1:1 gegen den Aufsteiger Federn ließen. Zudem punktete die SVE zuletzt in beeindruckender Manier in Fürth beim 4:1 - und das, obwohl mit Jannik Rochelt der beste Scorer (vier Tore, sechs Assists) erkrankt gefehlt hatte. "Elversberg läuft vielleicht etwas unter dem Radar", meinte Rapp, weiß aber um die vielen guten Spieler des variablen Gegners und dessen allgemein gute Spielidee, deshalb spielten auch dessen aktuelle personellen Probleme nicht so die große Rolle.

Dass sein Team der Partie nichtsdestotrotz den Stempel aufdrücken wolle, unterstrich der Kieler Trainer. "Wir wollen etwas mehr bei uns sein und wissen um die Schwere der Aufgabe. Wir sind aber selbstbewusst genug um zu sagen, wir wollen mit drei Punkten zurückkommen."

Kleine-Bekel wieder fit, Komenda fällt aus

Personell sieht es gut aus beim aktuellen Tabellenzweiten. Eine Umstellung im Vergleich zum jüngsten 1:0 gegen den KSC wird aber dennoch nötig sein, denn Marco Komenda (Knieprobleme) wird ausfallen, dafür rückt wohl Colin Kleine-Bekel nach auskurierten Oberschenkelproblemen wieder in die Startelf. Insgesamt freut sich Rapp darüber, dass der "Konkurrenzkampf mehr denn je im Gange" ist. Bald sei auch wieder mit Fiete Arp zu rechnen, für den dieses Spiel aber noch zu früh komme.

Unvermeidlich ergeben sich beim Blick auf die Tabelle gerade nach dem Sieg gegen den KSC, der die KSV auf fünf Punkte auf den Relegationsplatz hat davonziehen lassen, Fragen zum Aufstiegsrennen: Wie viel das Thema bei der Mannschaft sei? "Ganz ehrlich: es ist gar kein Thema", antwortete der 44-Jährige. "Wir wissen einfach - es hört sich zwar blöd an - es geht von Spiel zu Spiel." Denn es bringe nichts, auf die Tabelle zu gucken und zu hoffen, dass die Konkurrenz Federn lasse. "Wir müssen unsere Hausaufgaben machen."

Wir versuchen, Spiele zu gewinnen und wissen auch, dass wir dazu alles investieren müssen. Das ist das, was uns auszeichnet, dass wir scharf sind und in jedem Spiel Lust haben.

Marcel Rapp

Nächste Frage zur selben Thematik: Ob man aufgrund des vermeintlich komfortablen Vorsprungs im Kopf nachlässiger werde? "Das sind immer die Fragen der Journalisten. Wenn man da dann mal verliert, heißt es, die sind sich ja so sicher. Wir beschäftigen uns damit gar nicht", betonte Rapp erneut und holte etwas aus. "Wir versuchen, Spiele zu gewinnen und wissen auch, dass wir dazu alles investieren müssen. Das ist das, was uns auszeichnet, dass wir scharf sind und in jedem Spiel Lust haben." Wenn es gelinge, dies weiter so auf den Platz zu bringen, "werden wir auch genug Punkte holen".

jch

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