Olympia

Rampe entfernt - Van der Poel kritisiert Organisatoren

Nach Sturz im Mountainbike-Rennen

Rampe entfernt - Van der Poel kritisiert Organisatoren

Mathieu van der Poel nach seinem Ausscheiden im medizinischen Zelt.

Mathieu van der Poel nach seinem Ausscheiden im medizinischen Zelt. picture alliance / ANP

Bereits in der ersten von sieben Runden auf dem insgesamt 28,75 Kilometer langen Kurs am Rande des Mount Fuji erwischte es van der Poel: Am 'Sakura Drop' verlor er das Gleichgewicht und machte einen spektakulären Abflug über den Lenker. Zwar setzte er sich nochmals aufs Rad, doch in der vierten Runde stieg er schwer gezeichnet aus dem Rennen aus. 

Dabei stieg er bei der Tour de France, bei der er sechs Tage lang im Gelben Trikot gefahren war, extra vorzeitig aus, um bei den Olympischen Spielen Gold zu holen. "Jeder, der mich gut kennt, weiß, wie hart ich für das hier gearbeitet habe und wie sehr ich das wollte", schrieb der 26-Jährige via Instagram. Für sein Aus und den geplatzten Gold-Traum machte er die Organisatoren der Strecke in Izu rund 25 Kilometer nördlich von Tokio verantwortlich. Denn nach dem letzten Trainingslauf sei eine Rampe an dem entsprechenden Sprung entfernt worden. "Ich konnte die Strecke mit geschlossenen Augen fahren, aber ich wusste nicht, dass sie diese Rampe am Renntag entfernen."

Sein Coach Gerben de Knegt betonte: "Es wurde ausführlich besprochen, dass das während des Rennens nicht der Fall sein würde." Exakt an dieser Stelle stürzte van der Poel, der sich dabei an der Hüfte und am Rücken verletzte und nach seinem Ausscheiden zu einer Röntgenuntersuchung in ein Krankenhaus gefahren wurde. Eine Diagnose liegt noch nicht vor.

jer