Nations League

Ramos sagt PK-Teilnahme ab - Luis Enrique bleibt bei seiner Idee

Spanien muss DFB-Elf für Gruppensieg schlagen

Ramos sagt PK-Teilnahme ab - Luis Enrique bleibt bei seiner Idee

Der nächste Elfmeter kommt bestimmt: Spanien-Kapitän Sergio Ramos wollte vor dem Deutschland-Spiel nicht reden.

Der nächste Elfmeter kommt bestimmt: Spanien-Kapitän Sergio Ramos wollte vor dem Deutschland-Spiel nicht reden. imago images

Alles war angerichtet für die Spieltags-Pressekonferenz der Spanier vor dem abschließenden Vergleich mit der deutschen Mannschaft. Doch Sergio Ramos änderte kurzfristig den Plan. Am Sonntag noch hatten die Verantwortlichen offiziell mitgeteilt, dass neben Coach Luis Enrique auch der Kapitän der "Furia Roja" zu Wort kommen wird. Sergio Ramos aber sagte seine Teilnahme an der PK ab, stattdessen wird Manchester Citys Mittelfeldspieler Rodri auf dem Podium Platz nehmen.

Damit gab Europas Rekordnationalspieler den Journalisten in der Heimat natürlich Raum für Spekulationen. Einerseits wäre da die durchwachsene Leistung des Innenverteidigers beim 1:1 in der Schweiz, als er nach zuvor 25 verwandelten Elfmetern in Serie mit gleich zwei Versuchen an Keeper Yann Sommer scheiterte. Andererseits ist da die unklare Vertragssituation bei Real, wo das Arbeitspapier des Kapitäns nur noch bis nächsten Sommer läuft. Die Königlichen sollen Sergio Ramos nur ein weiteres Jahr binden wollen. PSG ist derweil laut "AS" bereit, dem im nächsten März 35-Jährigen einen Dreijahresvertrag anzubieten - mit einem Verdienst von 20 Millionen Euro netto jährlich.

Anders als Sergio Ramos konnte Luis Enrique mit dem 1:1 in der Schweiz leben. Mit dem Auftritt in Basel an sich war Spaniens Nationaltrainer sogar "zufrieden", das sagte er noch einmal ausdrücklich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Und der 50-Jährige macht keine Anzeichen, etwas an seinem System verändern zu wollen. Das hohe Gegenpressing, die Intensität, das Verlagern des Spiels in des Gegners Hälfte sollen auch künftig die Trümpfe bleiben.

Gerade deswegen gilt es, Fehler zu minimieren. Zu viele leistete sich die "Furia Roja" in Basel und auch solche, die ein Team wie das von Bundestrainer Joachim Löw womöglich noch gnadenloser bestrafen würde. Keeper Unai Simon mag das Spiel mit dem Feuer, wäre in einer Szene aber beinahe mit dem 0:2 bestraft worden - doch Sergio Ramos rettete vor der Linie sensationell gegen Ex-Frankfurter Haris Seferovic.

Sergio Ramos verzeichnete die meisten Torschüsse

Sorgenkind ist eher die Offensive, 20 Schüsse der Spanier (davon sieben aufs Tor) mündeten in nur einem Treffer. Dass Sergio Ramos die meisten davon abgab, ist bezeichnend. Wenn es im Übrigen zu einem Elfmeter gegen Manuel Neuer kommen sollte, wird wieder Sergio Ramos antreten. Das unterstrich Luis Enrique schon nach den Fehlschüssen in der Schweiz: "Sergio hätte auch einen dritten, vierten - oder wie viele Elfmeter es eben gegeben hätte - geschossen."

msc

Europas Rekordnationalspieler: Ramos lässt alle hinter sich