Eishockey

Tobias Rieder leitet in der NHL den Sieg der Buffalo Sabres ein

NHL: Grubauer gewinnt - Draisaitl baut Toreserie aus

Rakete Rieder leitet den Sieg der Buffalo Sabres ein

Tobias Rieder trifft für die Buffalo Sabres.

Tobias Rieder trifft für die Buffalo Sabres. Getty Images

Rieder hat sich in der NHL einen Namen als Unterzahl-Experte gemacht. In den Play-offs 2020 waren ihm gleich drei "Shorthander" im Trikot der Calgary Flames gelungen, was einen unter anderem von Wayne Gretzky aufgestellten NHL-Rekord einstellte. Seit dieser Saison trägt Rieder marineblau sowie Büffel und Säbel auf der Brust, hat aber nichts von seinen Unterzahl-Fähigkeiten verloren.

Das zeigte der 28-jährige Landshuter eindrucksvoll im Heimspiel gegen die New York Rangers in der Nacht von Dienstag auf Donnerstag, das Buffalo mit 3:2 gewinnen konnte. Die Sabres waren in Unterzahl, als Verteidiger Matt Irwin den Puck über die Bande aus der Defensivzone chippte. Rieder erkannte die Situation sofort, startete am eigenen rechten Bullykreis einen Sprint, war mit seiner Explosivität nicht mehr zu halten, nahm den Puck in der Offensivzone auf, umkurvte Rangers-Torwart Alexandar Georgiev und traf zum zwischenzeitlichen 2:2 (27.). Rieders Raketen-Tor aber zählte allerdings nicht mehr als "Shorthander", denn die Strafzeit der New Yorker war bereits eine Sekunde abgelaufen.

Dennoch ebnete der zweite Saisontreffer des deutschen Stürmers den Weg für den Sabres-Sieg, weil kurz darauf auch noch Kapitän Jack Eichel seinen persönlichen Knoten löste. Mit seinem ersten Tor des Jahres besorgte er im Powerplay den Siegtreffer (28.). "Ja, es war eine Erleichterung, dass ich den reingemacht habe und das aus dem Weg schaffen konnte", so der hochtalentierte Center. "Wie ich schon zuvor gesagt habe, ist es mein Job in diesem Team, in der Offensive zu produzieren und Tore zu schießen."

Es war Buffalos zweiter Powerplay-Treffer an diesem Abend, zuvor hatte schon Dylan Cozens in Überzahl zum 1:1 getroffen (13.). Die Rangers verspielten also zwei Führungen: Chris Kreider (7.) und das erste NHL-Tor von K'Andre Miller (20.) hatten Hoffnungen geschürt. Am Ende aber leitete Rakete Rieder (15:47 Minuten Eiszeit, davon 2:29 in Unterzahl) die Wende ein.

Grubauber siegt mit offensivstarker Avalanche

Gleich siebenfach Grund zum Jubeln hatte Philipp Grubauer mit der Colorado Avalache. Der 29-jährige Rosenheimer stoppte beim 7:3-Sieg der Avs gegen die San Jose Sharks 27 Schüsse und kam damit auf eine Fangquote von 90 Prozent. In Denver aber lief vor allem die Offensive der Hausherren (42:30 Schüsse) heiß: Joonas Donskoi (17.), Brandon Saad (18.), Mikko Rantanen (20., im Powerplay), Valeri Nichushkin (22., in Unterzahl), Sam Girard (26.), Devon Toews (34.) und erneut Saad (36.) sorgten für sieben Avalanche-Treffer in weniger als 20 Minuten. Auch ein Torwartwechsel der Sharks, Starter Martin Jones (14 Saves, 73,7 Prozent Fangquote) wurde von Backup Devan Dubnyk (21 Saves, 91,3 Prozent) abgelöst, konnte Colorados Offensivwucht nicht eindämmen.

Draisaitl baut Torserie aus, verliert aber mit den Oilers

Für die Edmonton Oilers gab es bei der 4:6-Niederlage bei den Winnipeg Jets nichts zu holen. Dabei verspielten die Oilers einen 3:2-Vorsprung zu Beginn des dritten Drittels, als Nikolaj Ehlers (44.), Paul Stastny (46.) und Adam Lowry (47.) binnen 206 Sekunden auf 5:3 für die Jets stellten. Bitter für den Kölner Mittelstürmer Leon Draisaitl, der seine Torserie mit dem Treffer zum 1:0 auf vier Spiele ausbauen konnte: Draisaitl war im Powerplay über den rechten Flügel durchgebrochen und hatte per Tunnel getroffen (2.). Der Vorjahres Top-Scorer und doppelter MVP kam auf 20:04 Minuten Eiszeit (davon 0:58 im Powerplay und 1:31 in Unterzahl) und bereitete auch noch das 4:5 für Connor McDavid vor. Landsmann und Reihenkollege Dominik Kahun brachte es auf 13:34 Minuten Eiszeit.

Greiss kann Red-Wings-Niederlage nicht verhindern

Die Detroit Red Wings wehrten sich lange im Auswärtsspiel bei den Dallas Stars, mussten sich am Ende aber mit 1:2 n.V. geschlagen geben. Erstmals seit zehn Jahren legen die Texaner damit einen perfekten 3-0-0-Start hin. Detroit ging durch Vladislav Namestnikov mit 1:0 in Führung (12.), doch Dallas glich dank Verteidiger John Klingberg aus (26., im Powerplay). Dabei assistierte auch Routinier Joe Pavelski, der damit seinen 800. NHL-Scorerpunkt verbuchte. In der Overtime war es dann Klingberg, der mit der Rückhand für Jason Dickinson ablegte, der die Scheibe wuchtig unter die Latte knallte (62.). Für den Füssener Thomas Greiss gab es dabei nichts zu halten: Der Red Wings Goalie zeigte 20 Saves und eine Fangquote von 90,9 Prozent.

NHL-Ergebnisse vom 26. Januar 2021:

Boston Bruins - Pittsburgh Penguins 3:2 n.V.
Buffalo Sabres - New York Rangers 3:2
New Jersey Devils - Philadelphia Flyers 3:5
Washington Capitals - New York Islanders 3:2
Columbus Blue Jackets - Florida Panthers 3:4 n.P.
Nashville Predators - Chicago Blackhawks 3:2 n.V.
Winnipeg Jets - Edmonton Oilers 6:4
Minnesota Wild - Los Angeles Kings 1:2
Dallas Stars - Detroit Red Wings 2:1 n.V.
Vegas Golden Knights - St. Louis Blues 4:5 n.P.
Calgary Flames - Toronto Maple Leafs 3:4
Colorado Avalanche - San Jose Sharks 7:3
Arizona Coyotes - Anaheim Ducks 0:1

Christian Rupp

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