3. Liga

"Punktabzug kam nicht mehr in Frage": Saarbrücken muss 30.000 Euro zahlen

"Fall Sverko": DFB verhängt Geldstrafe wegen unsportlichem Verhalten

"Punktabzug kam nicht mehr in Frage": Saarbrücken muss 30.000 Euro zahlen

Der 1. FC Saarbrücken muss eine Geldstrafe in Höhe von 30.000 Euro zahlen.

Der 1. FC Saarbrücken muss eine Geldstrafe in Höhe von 30.000 Euro zahlen. imago images

Saarbrücken hatte in den ersten neun Saisonspielen gegen die DFB-Spielordnung verstoßen. Statt der vorgegebenen vier deutschen U-23-Spieler befanden sich nur drei im Kader der Saarländer. Der FCS gab jeweils Marin Sverko als vierten Spieler an. Der 22-Jährige hat zwar die deutsche und kroatische Staatsbürgerschaft, doch dem ist nicht genug: Da er für die kroatische U 21 aufläuft, "wäre er derzeit nicht für eine deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt", heißt es in der Urteilsbegründung.

Normalerweise hätte dieser Verstoß laut Spielordnung die Rechtsfolge, dass eine gewonnene oder unentschieden ausgegangene Partie für die Saarländer mit null Punkten und 0:2 Toren zu werten wäre. Die Wertung für den gegnerischen Verein bliebe unberührt. In diesem Fall war das Strafmaß jedoch nicht mehr möglich, wie der stellvertretende Vorsitzende des DFB-Sportgerichts Stephan Oberholz erklärte: "Da die Verfahrenseinleitung gegen Saarbrücken mehr als zwei Wochen nach dem neunten und letzten betroffenen Spiel erfolgt ist, kommt ein Punktabzug nicht mehr in Frage. Daher war eine angemessene Geldstrafe zu verhängen."

Saarbrücken stimmte dem Urteil zu. Demnach ist es rechtskräftig.

kon