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Haus von Manchester-United-Boss Ed Woodward angegriffen

Rekordmeister verurteilt Attacke

Protest eskaliert: Haus von ManUnited-Boss angegriffen

Ed Woodward

Zunehmend unbeliebter Leiter der Geschicke bei Manchester United: Ed Woodward. picture alliance

Rund 20 bis 30 mit Sturmhauben bekleidete Anhänger von Manchester United haben am Dienstagabend die Villa von Ed Woodward ins Visier genommen. Ein auf den sozialen Kanälen aufgetauchtes Video zeigt, wie sie pyrotechnische Gegenstände werfen, das Haus mit Graffiti besprühen und dem Vizevorstand des englischen Rekordmeisters mit Sprechchören den Tod wünschen.

United-Statement: "Dafür gibt es einfach keine Entschuldigung"

Die Polizei bestätigte den Vorfall, bei dem niemand zu Schaden gekommen sei. Die Aufarbeitung laufe. ManUnited drohte den Tätern eine Sperre auf Lebenszeit und die strafrechtliche Verfolgung an. "Die Meinungsäußerung von Fans ist eine Sache, krimineller Schaden und die Absicht, Leben zu gefährden, eine andere. Dafür gibt es einfach keine Entschuldigung", heißt es in einem Statement. Woodward, der in der Villa mit seiner Frau und zwei Kindern wohnt, war zum Tatzeitpunkt nicht zuhause.

Zuletzt war auch im Stadion der Unmut gegen den 48-jährigen Ex-Banker immer lauter und heftiger geworden. Zum Teil stimmten Anhänger geschmacklose Lieder über Uniteds Strippenzieher und die Glazer-Familie an, die er 2005 bei der Übernahme tatkräftig unterstützt hatte und in deren Namen er den Klub vor Ort seitdem führt.

United droht erneut die Champions League zu verpassen

Woodward wird seit Jahren vorgeworfen, United gerade auf dem Transfermarkt ohne erkennbare Strategie zu leiten. Englands umsatzstärkster Klub droht trotz exorbitanter Transfer- und Gehaltsausgaben zum zweiten Mal hintereinander die Champions League zu verpassen. Das gab es seit Einführung des Wettbewerbs noch nie.

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jpe