Bundesliga

Problem Rechtsverteidiger: Wer könnte Verhaegh ersetzen?

Augsburg: Kapitän droht auszufallen

Problem Rechtsverteidiger: Wer könnte Verhaegh ersetzen?

Im Gespräch: Geschäftsführer Stefan Reuter und FCA-Trainer Dirk Schuster.

Im Gespräch: Geschäftsführer Stefan Reuter und FCA-Trainer Dirk Schuster. imago

Kapitän und Stammspieler Paul Verhaegh fehlt seit Dienstag im Training. Der Niederländer hatte sich bei der Einheit erneut am Sprunggelenk verletzt und muss seitdem pausieren. Wirklich gravierend sei die Blessur nicht, heißt es zwar von Augsburger Seite, ob Verhaegh bis zum Spiel am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) aber wieder einsatzbereit ist, war eine Woche vorher nicht absehbar.

Bereits in der ersten Runde des DFB-Pokal bei FV Ravensburg hatte Verhaegh wegen derselben Verletzung passen müssen, damals hatte Trainer Dirk Schuster Daniel Opare mit dem Posten vertraut. Ob der junge Ghanaer aber wirklich genug Qualität für die Bundesliga mitbringt, konnte er weder da noch bei seinen Einsätzen in den letzten vier Spielen der vergangenen Saison (kicker-Schnitt 4,25) und in den Partien der Vorbereitung nachweisen. Taktisch noch zu unbedarft, teils ungeschickt in den Zweikämpfen und zu ineffektiv im Offensivspiel präsentierte sich der 25-Jährige.

Spielersteckbrief Verhaegh
Verhaegh

Verhaegh Paul

Auch Georg Teigl, vor der Saison von RB Leipzig gekommen, scheint kein adäquater Ersatz für Verhaegh zu sein. Beim Zweitliga-Aufsteiger hatte der Österreicher vergangene Saison nur elf Spieler absolviert (kicker-Schnitt 3,56), der Wechsel zu den klassenhöheren Augsburgern überraschte, Teigl hängt trotz guter Ansätze und hoher Geschwindigkeit deutlich zurück.

Bleibt Markus Feulner. Der Routinier hatte die Position in der Vorsaison bereits fünfmal besetzt und im Gastspiel bei Darmstadt 98 von dort aus sogar einen Treffer erzielt. Der 34-Jährige ist erfahren genug, um die Position solide zu bespielen, ein Qualitätsverlust wäre der Ausfall Verhaeghs (Schuster: "Er ist einer der besten Rechtsverteidiger der Liga") aber dennoch.

Patrick Kleinmann