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Premier League: "British Airways"-Piloten sollen VAR verbessern

Nach anhaltenden Diskussionen

Premier League: "British Airways"-Piloten sollen VAR verbessern

Bleibt der VAR auch am 13. Premier-League-Spieltag Dauerthema?

Bleibt der VAR auch am 13. Premier-League-Spieltag Dauerthema? IMAGO/Colorsport

Zwei Wochen hatten die Schiedsrichter in der Premier League ihre Ruhe. Weil Länderspiele anstanden, gab es am vergangenen Wochenende ausnahmsweise mal keine ausufernden Debatten über fragwürdige Pfiffe und noch fragwürdigere VAR-Checks. Seit dem ersten Spieltag stehen die Referees in England unter permanenter kritischer Beobachtung. Tenor: Ihre Qualität habe derart nachgelassen, dass diese der besten Liga der Welt nicht mehr würdig sei.

Die Verantwortlichen um Schiedsrichter-Boss Howard Webb kämpfen um ihre Reputation - und zeigen sich dabei auch offen für ungewöhnliche Maßnahmen. Wie die "Times" berichtet, luden sie unlängst Chris Heaven und Pete Nataraj, zwei Piloten der Fluglinie "British Airways", ein, die vor den Referees der Premier League eine 45 Minuten lange Präsentation zum Thema Kommunikation hielten.

Hintergrund: Beim bisher krassesten Patzer der Saison war dem FC Liverpool im Spiel bei den Tottenham Hotspur (1:2) am 30. September ein Tor verwehrt worden, weil die Verständigung zwischen dem VAR Darren England, seinem Assistenten Dan Cook und Feldschiedsrichter Simon Hooper völlig missglückt war. Dass Torschütze Luis Diaz - anders als auf dem Platz wahrgenommen - nicht im Abseits gestanden hatte, war zwar erkannt, aber nicht korrekt an Hooper weitergegeben worden.

Wie formuliert man ohne Umgangssprache?

Der damals veröffentlichte Wortlaut des VAR-Checks war auch dafür kritisiert worden, dass die Schiedsrichter informelle Formulierungen nutzten ("Gut gemacht, Jungs"; "Keine Sorge, Kumpel"). Dem "Times"-Bericht zufolge klärten die beiden Piloten nun darüber auf, wie man kurz, präzise und ohne Umgangssprache kommuniziert.

Ob es gewirkt hat, zeigt sich womöglich schon am bevorstehenden 13. Spieltag, der mit dem brisanten Spitzenspiel zwischen Manchester City und dem FC Liverpool eröffnet wird. Webb wird hoffen, dass Pep Guardiola und Jürgen Klopp danach über vieles sprechen, aber nicht über Schiedsrichter Christopher Kavanagh.

jpe