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Preisgeld im eSport: Die FIFA will "nicht überdrehen"

Langfristiges Wachstum im Blick

Preisgeld im eSport: Die FIFA will "nicht überdrehen"

Beim FIFA eWorld Cup 2019 staubten die Spieler zusammengenommen 500.000 US-Dollar ab.

Beim FIFA eWorld Cup 2019 staubten die Spieler zusammengenommen 500.000 US-Dollar ab. FIFA via Getty Images

"Da wir uns immer noch im Anfangsstadium befinden, ist die Perspektive viel wichtiger als der aktuelle Status Quo", betont die FIFA. Gegenüber kicker eSport erklärt der Verband seine Ausrichtung im eSport bezüglich finanzieller und sportlicher Möglichkeiten. Das Ziel sei ein organisches sowie kontinuierliches Wachstum. Damit lässt die FIFA aber auch durchblicken: Große Sprünge bei Preisgeldern auf das Niveau von anderen eSport-Titeln sind nicht zu erwarten. Die FIFA führt aus: "Es geht darum, die vorhandenen Ressourcen gezielt und sinnvoll einzusetzen, um die Professionalisierung weiter voranzutreiben, dabei aber nicht zu überdrehen."

Belohnungen bei den großen Turnieren rangieren derzeit im fünf- oder sechsstelligen Bereich mit 500.000 US-Dollar als Top-Wert beim diesjährigen FIFAe World Cup und der Nations Series - ein stattlicher Betrag, aber kaum zu vergleichen mit den Millionengeldern anderer eSport-Titel. Nicht zu vergessen beim Thema Preisgeld ist allerdings, dass die FIFA nicht mit EA SPORTS gleichgesetzt werden kann - auch wenn sie kooperieren. Der Entwickler macht Millionengewinne mit den Packs in FIFA Ultimate Team, der Verband nicht.

Mehr Zuschauer, mehr Geld

Trotz der generellen Ausrichtung dürfen sich die Profis Hoffnung auf höhere Preisgelder machen. Erst in diesem Jahr verfünffachte die FIFA den Pott der Nations Series von 100.000 auf 500.000 US-Dollar, um dem Wachstum des Wettbewerbs gerecht zu werden. Die FIFA kommuniziert zudem klar, was die Gewinne in die Höhe treiben würde: "Wachsende Zuschauerzahlen sind ebenso wichtig, um langfristig höhere Preisgelder ausschütten zu können. Dabei spielt auch das Thema Sponsoring eine wichtige Rolle. Wir wollen uns darauf fokussieren, die Turniere noch besser und noch attraktiver für unsere Partner zu machen."

Die aktuelle Strategie der FIFA umfasst ansonsten zwei Hauptbestreben: Mehr Wettbewerbe zu bieten und mehr Teams zu integrieren. Allgemein zeigt sich der Verband hoffnungsfroh, was die Entwicklung der Szene betrifft. Potenzial sowie Perspektive, um nachhaltig zu wachsen, seien vorhanden. Die FIFA will mit jedem weiteren Jahr den nächsten Schritt gehen.

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Christian Mittweg

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