Bundesliga

Posthume Ehrung: Gerd Müller wird als "Legende des Sports" ausgezeichnet

Auf dem 39. Deutschen Sportpresseball am 6. November

Posthume Ehrung: Gerd Müller wird als "Legende des Sports" ausgezeichnet

Für immer unvergessen: Gerd Müller erzielt im WM-Finale 1974 gegen die Niederlande das 2:1-Siegtor, rechts Ruud Krol.

Für immer unvergessen: Gerd Müller erzielt im WM-Finale 1974 gegen die Niederlande das 2:1-Siegtor, rechts Ruud Krol. imago/Horstmüller

Die Auszeichnung wird am 6. November auf dem 39. Deutschen Sportpresseball in Frankfurt am Main vorgenommen. "Wir würdigen mit der Ehrung 'Legende des Sports' das sportliche Lebenswerk einer Persönlichkeit, die mehr als ein Jahrzehnt lang nicht nur Fußball-Fans begeistert und berührt hat", hieß es in der Mitteilung der Organisatoren. "Gerd Müllers Karriere ist einzigartig."

In Absprache mit der Familie: Rainer Bonhof nimmt Preis entgegen

Gerd Müllers Witwe Uschi Müller hat der Ehrung zugestimmt. In Absprache mit der Familie werde der frühere Nationalmannschaftskollege Rainer Bonhof den Pegasos-Preis stellvertretend entgegennehmen.

Gerd Müller spielte von 1964 bis 1979 für den FC Bayern München. Mit sagenhaften 365 Toren in 453 Bundesligaspielen ist er nicht nur der Rekordtorschütze des FC Bayern, sondern auch der Bundesliga. Für die Nationalmannschaft erzielte er zwischen 1966 und 1974 68 Tore in 62 Länderspielen und war damit ebenfalls lange Zeit deutscher Rekordtorschütze. Im Juni 2014 musste er diesen Rekord nach fast 40 Jahren an Miroslav Klose abtreten. Müller wurde mit der Nationalmannschaft 1972 Europameister und 1974 Weltmeister, im Finale in München gegen die Niederlande erzielte er das 2:1-Siegtor. Mit dem FC Bayern feierte er je vier Meistertitel und vier Pokalsiege, siebenmal holte der "Bomber der Nation" zudem die kicker-Torjägerkanone. Müller war am 15. August im Alter von 75 Jahren gestorben.

Die Ehrung "Legende des Sports" wird seit 2007 vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören die Biathlon-Olympiasiegerinnen Magdalena Neuner und Laura Dahlmeier, der einstige Wimbledonsieger Boris Becker (Tennis), die Doppel-Olympiasiegerin Kati Witt (Eiskunstlauf) sowie Fußball-Größen wie Franz Beckenbauer, Uwe Seeler, Lothar Matthäus oder Joachim Löw.

jer

Unzählige Titel und Tore: Die Karriere von Gerd Müller