Bundesliga

Pongracic beim BVB: "Für mich war der Wechsel auch überraschend"

Der Neuzugang über ein Telefonat mit Rose und die Ziele mit dem BVB

Pongracic: "Für mich war der Wechsel auch überraschend"

"Ich habe den nötigen Respekt, den es für diese Aufgabe braucht": Marin Pongracic.

"Ich habe den nötigen Respekt, den es für diese Aufgabe braucht": Marin Pongracic. imago images/Uwe Kraft

Marco Rose und Marin Pongracic - diese Kombination gab es bereits bei RB Salzburg. Jetzt haben der aktuelle BVB-Trainer und der in Landshut geborene, aber für Kroatien spielende Innenverteidiger in Dortmund wieder zusammengefunden. Ein Jahr lang spielt der 24-Jährige, der noch bis 2024 beim VfL Wolfsburg unter Vertrag steht, auf Leihbasis in Schwarz-Gelb. Welche Ziele er sich für die kommenden Monate vorgenommen hat, verriet Pongracic am Mittwoch am Rande des öffentlichen Trainings von Borussia Dortmund. Der kicker hat seine Aussagen aufgezeichnet.

Pongracic über …

… seinen Start beim BVB:

"Ich bin sehr zufrieden. Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen, ich habe mich gut eingelebt und bin fit. Wir haben alle Spiele gewonnen, seit ich hier bin. Das freut mich natürlich. Es herrscht eine gute Stimmung bei uns."

… seinen Last-Minute-Wechsel nach Dortmund:

"Für mich war der Wechsel auch überraschend. Es ging ganz schnell in den letzten zwei, drei Tagen vor Transferschluss. Marco Rose hat eine sehr große Rolle dabei gespielt. Er wollte mich gerne dabeihaben. Wir haben telefoniert und uns zehn, 15 Minuten lang ausgetauscht. Das war ein gutes Gespräch."

Ich brauchte keinen Integrationsminister, der bin ich selbst für mich. Das ist alles easy.

Marin Pongracic

… seine Ziele mit dem BVB:

"Ich möchte natürlich so viel spielen wie möglich und noch reifer werden in meiner Spielweise. Auf so einem Level und bei so einer Qualität in der Mannschaft möchte ich mich bestmöglich präsentieren. Das ist mein persönliches Ziel. Das Ziel mit dem Team ist auch klar: Wir wollen die Spiele gewinnen."

… den BVB:

"Es ist ein riesiger Verein mit einer super Mannschaft. Ich habe den nötigen Respekt, den es für diese Aufgabe braucht. Aber ich habe keine Scheu und will mich nicht verstecken. Ich möchte mich weiterentwickeln. Dortmund ist dafür ein guter Schritt - auch wenn er vielleicht unerwartet kam, weil ich in Wolfsburg zuletzt nicht die Minuten hatte. Ich hoffe, es klappt hier besser."

… seine Zukunft:

"Das gehe ich step by step an. Die Leihe geht bis zum Saisonende, aber ich werde natürlich mein Bestes geben, dass ich dann auch länger hierbleiben darf. Gut reingekommen bin ich schon mal. Jetzt schaue ich von Woche zu Woche."

… seine Integration:

"Ich kannte den Trainerstab ja schon gut, verstehe mich auch gut mit Rene Maric beispielsweise. Ich brauchte keinen Integrationsminister, der bin ich selbst für mich. Das ist alles easy. Am Anfang ist man vielleicht noch etwas schüchterner. Aber die Jungs sind alle sehr nett und offen. Wir sprechen die gleiche Sprache. Sie haben mich gut aufgenommen."

Ich würde mich so beschreiben, dass ich schon eine verrückte Seite habe.

Marin Pongracic

… seinen Charakter:

"Ich würde mich so beschreiben, dass ich schon eine verrückte Seite habe, zugleich aber erwachsener und reifer werden möchte. Ich glaube, ich bin da auf einem guten Weg."

… die vielen Gegentore des BVB:

"Die Giftigkeit bei uns ist grundsätzlich da. Wir müssen es vielleicht noch deutlicher über die vollen 90 Minuten zeigen. Es gibt so Zeiten, in denen man dumme Gegentore bekommt. Das hat man in Leverkusen gesehen, da darf gefühlt jeder Schuss aufs Tor gleich ein Gegentreffer. Wir müssen im Kollektiv besser verteidigen. Wir haben das analysiert und werden das in den kommenden Wochen auch zeigen."

Matthias Dersch

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