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Polter: "Ich bin in der Regel ein Gold-1-Schwitzer"

Profifußballer gründet SP9 Esports

Polter: "Ich bin in der Regel ein Gold-1-Schwitzer"

Sebastian Polter wagt mit SP9 Esports den Schritt auf den virtuellen Rasen. 

Sebastian Polter wagt mit SP9 Esports den Schritt auf den virtuellen Rasen. SP9 Esports

Der Angreifer war nach seinem Transfer von Union Berlin zum niederländischen Erstligisten Fortuna Sittard im Sommer 2020 hierzulande ein wenig von der Bildfläche verschwunden. Neben den sportlichen Geschicken in der Eredivisie arbeitete Polter seither auch an der Gründung seines eigenen FIFA-Teams SP9 Esports, das wenige Wochen vor dem Jahreswechsel offiziell vorgestellt wurde. Im Interview mit kicker eSport erläutert der frühere deutsche U21-Nationalspieler, welche Hintergründe die Umsetzung dieses Projekts begleiteten.

Was hat Dich motiviert, Dein eigenes eSports-Team SP9 zu gründen?
Dieser Wunsch kam nicht von heute auf morgen. Ich spiele schon seit über zwei Jahren mit dem Gedanken, mein eigenes eSport-Team zu gründen. Ich bin leidenschaftlicher Gamer und es ist ein Traum, mein eigenes eSport-Team zu haben. Dadurch mache ich mein zweites Hobby auch zum Beruf.
Was verbindest Du mit der FIFA-Reihe von EA SPORTS?
Ich spiele FIFA seit FIFA 98 mit dem Hallen-Modus. Es hat mich die ganze Kindheit begleitet und mir viele tolle Nachmittage mit Freunden gebracht.
Wie gut würdest Du Dich selbst am Controller einschätzen? Wie schneidest Du in der Weekend League ab?
Ich bin in der Regel ein Gold 1-Schwitzer, aber auch Elite 3 war dieses Jahr schon dabei.
Welche Ziele verfolgt SP9 mittelfristig national wie international? Wir möchten uns erst einmal in der Szene etablieren und mit der Community stetig wachsen. Ziel ist es zu zeigen, wer wir sind und was uns ausmacht. Für die Zukunft liegt der Fokus national wie auch international darauf, bestmögliche Ergebnisse einzufahren, um bei dem einen oder anderen Turnier für Überraschungen zu sorgen.

"Ein gesunder Mix aus Erfahrung, Skills und Unbekümmertheit wird die Personalphilosophie von SP9 sein."

Sebastian Polter

Mit Kevin Assia gibt es unter den eher unbekannteren Spielern auch einen größeren Namen im Team. Welche Personalphilosophie verfolgt SP9?
Für mich ist es am wichtigsten, dass die Chemie im Team stimmt. Und das Gefühl habe ich von Anfang an. Die Männer sind alle erfahren, aber ich möchte zukünftig auch jungen Talenten die Chance geben, sich zu beweisen. Ein gesunder Mix aus Erfahrung, Skills und Unbekümmertheit wird die Personalphilosophie von SP9 sein.
Inwiefern wirst Du selbst als offizielles Kadermitglied am (e)sportlichen Geschehen teilhaben?
Ich möchte für mein Team ein Chef sein, mit dem man jederzeit offene und ehrliche Meinungen austauschen kann. Für die Community möchte ich als Profifußballer nahbar und greifbar sein und so viel wie möglich mit ihr interagieren. Dazu gehört auch, dass ich wöchentlich streame.
In eurem Launch-Video experimentierst Du im Labor am - wie es scheint - perfekten eSport-Team. Welche Komponenten müssen für ein Solches zusammenkommen?
Für mich ist es am wichtigsten, dass alle Teamplayer sind und natürlich einen gesunden Ehrgeiz an den Tag legen. Das Menschliche steht aber bei allen Aspekten im Vordergrund. Wir verstehen uns untereinander super und die Chemie passt einfach. Diese Komponenten sind auch die Basis für potenzielle neue Teammitglieder.

"Am Ende des Tages muss man eigentlich auch nur ein Tor mehr als der Gegner schießen."

Sebastian Polter

Welche Parallelen kannst Du bezüglich der Anforderungen auf dem realen und dem virtuellen Rasen ausmachen?
Am Ende des Tages muss man eigentlich auch nur ein Tor mehr als der Gegner schießen (lacht). Aber nein, wir müssen alle hart arbeiten, um erfolgreich zu sein. Ich glaube, hier liegt die größte Parallele zwischen Platz und Controller.
Ihr bezeichnet Euch offiziell als eSport- und Content-Team, wie können diese beiden Aspekte deiner Meinung nach erfolgreich in Einklang gebracht werden?
Die Kombination gibt es so noch zu selten. Wir möchten der Community im Bezug auf eSport verschiedene Inhalte bieten. Ein Beispiel wäre hier das Coaching mit Paddy (Patrick Roth; Anm. d. Red.), unserem FIFA-Coach. Zusätzlich werden wir einen "Polterabend" starten, an dem unter anderem auch verschiedene Gäste zu uns stoßen. Diese Gäste werden alle einen Bezug zum Fußball haben, sei es realer oder virtueller Fußball.
Wird die Aufgabenverteilung dahingehend klar vorgenommen?
Ja, ich unterscheide hier zwischen den eSportlern und den Content Creator. Die Aufgaben sind klar verteilt. Die eSportler sollten maximale Erfolge erzielen und die Content Creator sind für die Reichweite zuständig.

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