Bundesliga

Poker mit Ajax um Klaassen? Bremens Frank Baumann ganz entspannt

Keine Entwicklung im Fall Milot Rashica

Poker um Klaassen? Baumann ganz entspannt

Davy Klaassen

Kam über Amsterdam und Liverpool nach Bremen: Davy Klaassen. imago images (2)

Heißer Transferpoker sähe nach landläufiger Vorstellung anders aus. Spürbar entspannt verfolgte Werders Geschäftsführer Frank Baumann am Dienstagvormittag die Trainingseinheit seiner Profis, die Hände zumeist lässig in den Hosentaschen. Nur wenige Male und recht kurz ging der Blick des Managers zwischendurch aufs Mobiltelefon. Ansonsten widmete sich Baumann dem Geschehen auf dem Rasen, an dem auch Vizekapitän Davy Klaassen gewohnt engagiert mitmischte. Wie konkret das von verschiedenen niederländischen Medien seit Montagabend kolportierte Interesse von Ajax Amsterdam an einer Rückholaktion des Mittelfeldspielers wirklich ist, lässt sich derzeit schwer einschätzen. Womöglich auch für die Werder-Verantwortlichen.

Zweistellige Millionen-Ablöse im Sinn

"Wir haben auch davon gelesen, kommentieren aber nicht jedes Gerücht", erklärte Clemens Fritz, Bremens Leiter Profifußball, am Rande des Trainings. Und: Klaassen sei "ein sehr wichtiger Spieler, nicht nur auf dem Platz", andererseits sei ob der bekannt angespannten wirtschaftlichen Situation eben auch nach wie vor "niemand unverkäuflich". Baumann äußerte sich wenig später ähnlich: "Wir würden Spieler nur abgeben, wenn es für uns finanziell attraktiv ist."

Ob Ajax nun tatsächlich bereits das laut Medien angekündigte Ablöseangebot für Klaassen unterbreitet hat? Diese Frage wollten weder Baumann noch Fritz konkret beantworten. Allerdings ließ der Geschäftsführer zwischendurch diese Bemerkung fallen: "Das eine ist, was berichtet wird. Das andere, was wirklich umgesetzt wird." Mögliche Interpretation: Bisher liegen keine Zahlen auf den Tisch, eine entsprechende Offerte wird aber demnächst erwartet.

Relativ sicher scheint: Für eine zweistellige Millionenablöse würde Werder seinen Rekordeinkauf Klaassen, für den die Grün-Weißen im Sommer 2018 an den FC Everton 13,5 Mio. Euro überwiesen, ziehen lassen. Auch wenn dann im Mittelfeld noch einmal für Ersatz gesorgt werden müsste, eventuell über ein kostengünstiges Leihgeschäft.

Rashica? ""Es gibt nichts Neues"

Von der Personalie Klaassen unberührt wäre ein zusätzlicher Verkauf von Milot Rashica. Auch ohne den Kosovaren bliebe die Besetzung im Angriff zumindest zahlenmäßig ausreichend. In diesem Fall ist aktuell aber keine Entwicklung abzusehen. "Es gibt nichts Neues", bekräftigt Fritz. Nach überstandener Knieprellung absolvierte Rashica am Dienstag den Großteil des Mannschaftstrainings und scheint somit ein Kandidat fürs anstehende Heimspiel gegen Bielefeld. Gleiches gilt für Klaassen, Stand jetzt.

Thiemo Müller

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