Frauen

Pokal-Viertelfinale der Frauen: Lässt der VfL Wolfsburg Spannung zu?

Wolfsburg will sich beim krassen Außenseiter keine Blöße geben

Pokal-Viertelfinale: Lässt der VfL in der Tönnies-Arena Spannung zu?

Die Frauen des VfL Wolfsburg

Auch im Pokal naturgemäß in der Favoritenrolle: Die Frauen des VfL Wolfsburg. imago images

Am Dienstagnachmittag (14 Uhr) startet das Pokal-Viertelfinale der Frauen mit der Partie zwischen Bayer 04 Leverkusen und der TSG 1899 Hoffenheim. Die Werkself verlor beim Re-Start am vergangenen Wochenende mit 0:2 gegen den MSV Duisburg, wodurch Bayer bei 13 Punkten stehen blieb. Die TSG, aktuell Dritter der Tabelle, hatte am Samstag die Chance, an den Bayern vorbeizuziehen - verlor ihr Gastspiel in München aber mit 0:3. "Unter dem Strich tut es mir für die Mannschaft sehr leid, dass sie sich für den guten Auftritt am Ende nicht belohnt hat", erklärte Hoffenheims Trainer Gabor Gallai hinterher.

Viel Zeit, um die Köpfe hängen zu lassen, bleibt beiden Mannschaften nicht. "Wir haben unsere Regenerationseinheit direkt nach dem Spiel absolviert, damit wir der Mannschaft am Sonntag freigeben können", so Gallai weiter: "Hinter uns liegt eine lange Woche in Quarantäne, da tut es allen gut, auch mal wieder einen Tag zuhause zu sein. Am Montag wird dann nochmal trainiert, der Fokus liegt auf der Mannschaftstaktik. Dann geht es für uns schon nach Leverkusen."

Potsdam muss die Abwehr dicht kriegen

Am Mittwochmittag (13 Uhr) geht es dann mit dem zweiten Viertelfinale zwischen Zweitliga-Schlusslicht Bielefeld und dem Bundesliga-Achten SC Sand weiter. Beim Re-Start im Oberhaus verlor Sand sein erstes Spiel am vergangenen Freitag mit 1:3 beim 1. FFC Frankfurt, dennoch ist der SC klarer Favorit.

Nur eine Stunde später am Mittwoch (14) hat Turbine Potsdam Tabellennachbar SGS Essen im womöglich spannendsten der vier Viertelfinals zu Gast. Potsdam verlor sein Auftaktspiel beim Re-Start mit 2:3 in Freiburg - trotz 2:0-Pausenführung. Auf die Leistung könne aber sehr wohl aufgebaut werden, erklärte Cheftrainer Matthias Rudolph. Die Stabilisierung der Abwehr sei "eine altbekannte Trainingsaufgabe". Essen legt derweil einen Kaltstart hin, das Heimspiel des 17. Spieltags gegen Jena wurde auf den 24. Juni verlegt. Der letzte Auftritt datiert vom 28. Februar - eine 0:1-Niederlage in Potsdam.

Gütersloh will alles in die Waagschale werfen

Am Mittwochabend (19 Uhr) wird dann das Halbfinale komplettiert: Zweitligist Gütersloh geht als krasser Außenseiter ins Duell mit Titelverteidiger VfL Wolfsburg. Ehe in der Tönnies-Arena der Ball rollt, musste der FSV für sieben Tage ein Quarantäne-Hotel beziehen. Das der Gütersloher ist nur rund fünf Kilometer vom Stadion in Rheda-Wiedenbrück entfernt.

Favoritenstatus und Vorteil Matchpraxis liegen aber auf Seiten der Wolfsburger, deren Ausscheiden einer Sensation gleichkäme. Der amtierende deutsche Meister und Pokalsieger startete souverän aus der Corona-Pause und zeigte Aufsteiger Köln beim 4:0 die Grenzen auf. "Zum Ende hätten wir noch das eine oder andere Tor mehr erzielen können", so VfL-Coach Stephan Lerch: "Aber es gibt keinen Grund, nach diesem Spiel den Finger in die Wunde zu legen. Wir haben Dinge gesehen, die wir anders lösen wollen, aber grundsätzlich bin ich sehr zufrieden damit, wie das Spiel ausgegangen ist und dass wir endlich wieder Fußball spielen dürfen!"

msc

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