DFB-Pokal

Wehen verliert beim BVB-Auftritt 100.000 Euro wegen Corona

Ab dem Viertelfinale wird es siebenstellig

Pokal-Prämien: Wehen verliert beim BVB-Auftritt 100.000 Euro wegen Corona

Er freut sich auf den BVB im Pokal: SVWW-Coach Rüdiger Rehm.

Er freut sich auf den BVB im Pokal: SVWW-Coach Rüdiger Rehm. imago images

12.320 Zuschauer fasst die Brita-Arena in Wiesbaden, 4882 Besucher haben die Behörden für das DFB-Pokalspiel gegen Borussia Dortmund genehmigt. Statt 250.000 Euro nimmt der Drittligist dadurch nur 150.000 Euro ein. Gleichzeitig erhöht sich der Aufwand wegen der Coronamaßnahmen um 20.000 Euro, die allerdings durch einen DFB-Zuschuss für die Klubs in der 3. Liga und tiefer in Höhe von 15.000 Euro größtenteils aufgefangen werden. Die Mindereinnahmen des SV Wehen Wiesbaden wegen der Pandemie belaufen sich also auf rund 100.000 Euro.

Die Pokalprämien sind derweil ähnlich hoch wie in der vergangenen Saison, zudem behält der DFB erneut zunächst 20 Prozent aus der zentralen Verwertung der Medien- und Marketingrechte ein, weil wegen der Corona-Einschränkungen unklar ist, ob die Vereine alle Leistungen für die Sponsoren erfüllen können, zum Beispiel bei der Vergabe von VIP-Karten.

BVB darf sich noch auf fünf Millionen freuen

Bisher sind an DFB-Prämien vorgesehen: 1. Hauptrunde 128.757 Euro, 2. Hauptrunde: 257.514 Euro, Achtelfinale 515.028 Euro. Ab dem Viertelfinale (1.003.805 Euro) wird es dann siebenstellig, im Halbfinale winken jedem Teilnehmer 2.007.610 Euro. Das Endspiel wird immer getrennt abgerechnet. Die Abrechnung für das Endspiel 2020/21 steht noch aus, Sieger Borussia Dortmund darf sich auf etwa 5 Millionen Euro freuen, RB Leipzig auf rund 3,5 Millionen.

Für Klubs, die sich wie der SV Wehen Wiesbaden über den Landespokalwettbewerb für den DFB-Pokal qualifizierten, gilt noch eine weitere Sonderregelung. Die Landesverbände haben teilweise eine Zusatzvereinbarung abgeschlossen, wonach ein Teil der DFB-Prämie an die Teilnehmer der jeweiligen Landespokalwettbewerbe abgetreten werden muss.

Michael Ebert