Bundesliga

Pogrebnyak bewirbt sich beim VfB

Stuttgart: Helmes kein Thema - Bobic soll verlängern

Pogrebnyak bewirbt sich beim VfB

Offensiv: Stuttgarts Pavel Pogrebnyak macht deutlich, dass er bleiben möchte.

Offensiv: Stuttgarts Pavel Pogrebnyak macht deutlich, dass er bleiben möchte. picture alliance

"Den offiziellen Grund kenne ich nicht. Außer mir war kein Fußballer da", wunderte sich Pogrebnyak in der Stuttgarter Zeitung über die offizielle Einladung zum Abendessen bei Medwedews Berlin-Besuch vor einigen Tagen. Den leckeren Rehbraten im Schloss Bellevue ließ er sich trotzdem munden. Ansonsten stehen eher Spätzle und Maultaschen auf dem kulinarischen Programm und das soll möglichst noch eine Weile so bleiben. Ungewöhnlich offen bewirbt sich der 28-Jährige um eine Vertragsverlängerung bei den Schwaben.

"Ich will die Verantwortlichen davon überzeugen, dass ich zu diesem Klub passe", sagt Pogrebnyak, "es ist ja kein Geheimnis, wie wohl meine Familie und ich uns in Stuttgart fühlen. Deshalb hoffe ich, dass wir einen Weg für eine weitere Zusammenarbeit finden." Labbadia und auch Sportdirektor Fredi Bobic (40) würden ihn gerne halten, Pogrebnyak gerne bleiben. Wo also liegt das Problem? Ganz einfach: im üppigen Gehalt, das er seit 2009 beim VfB kassiert.

Helmes ist kein Thema

Die Stuttgarter wollen ihr Gehaltsniveau spürbar herunterschrauben, weil die damaligen Champions-League-Gelder schon lange nicht mehr fließen. Also wird auch Pogrebnyak Einbußen akzeptieren müssen, wenn er im Schwäbischen bleiben will. Das sind die Gespräche, die Bobic mit Pogrebnyak und seinen Beratern im Winter führen muss. Diese Sparzwänge sind auch der Grund, warum der kürzlich ins Gespräch gebrachte Patrick Helmes (27) kein Thema ist.

Sportlich läuft es derzeit nicht ganz rund für den Stürmer. Im Frühjahr stoppte ihn ein Rippenbruch, zuletzt ein doppelter Bänderriss im rechten Sprunggelenk. Bitter für Pogrebnyak, denn "vorher war er jeweils super drauf", wie Labbadia sagt. Der Trainer des VfB Stuttgart schätzt den wuchtigen Stürmer als Fußballer, aber "auch als Typen". Bis Sonntag möchte er wieder fit sein. "Ich denke, dass ich am Montag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann und bin zuversichtlich, dass es für das Spiel gegen Augsburg reicht."

Bobic soll verlängern

Neben dem Vertrag des Russen läuft übrigens auch der des Sportdirektors aus. VfB-Präsident Gerd E. Mäuser möchte im Frühjahr das Gespräch mit Bobic suchen, wie er am Sonntagabend in der SWR-Sendung „Sport im Dritten“ sagte. „Er macht einen super Job, da darf es keine Zweifel geben. Wir haben über dieses Thema schon gesprochen, haben uns dabei angelacht und sind so verblieben, dass wir im Frühjahr konkret werden“, so Mäuser. Der Präsident lobte die Arbeit des ehemaligen Nationalstürmers ausdrücklich, kritisierte aber auch die Einkaufspolitik der Stuttgarter in der Zeit vor dessen Amtsantritt im Juli 2010. „Fredi Bobic hat in diesem Jahr super Transfers realisiert“, sagte der ehemalige Porsche-Manager. „In den vergangenen Jahren werden wir in der Transfertabelle dagegen nicht so weit oben gestanden haben.“