Bundesliga

Podolski will die Binde nicht hergeben

Köln: Kapitänsfrage mit Zündstoff

Podolski will die Binde nicht hergeben

Happy mit der Binde am Arm: Lukas Podolski, hier bei seinem vorletzten Pflichtspiel für den FC im Abstiegsendspiel in Frankfurt.

Happy mit der Binde am Arm: Lukas Podolski, hier bei seinem vorletzten Pflichtspiel für den FC im Abstiegsendspiel in Frankfurt. picture-alliance

Im jüngsten Testspiel gegen Panathinaikos Athen (2:1) übertrug Kölns neuer Trainer Stale Solbakken das Amt des Spielführers dem 22-jährigen Mittelfeldspieler Kevin Pezzoni.

"Ich werde mich sicher nicht hinstellen und sagen: Ich will kein Kapitän mehr sein. Das Amt macht mich stolz, es ist eine Ehre für mich, Kapitän des 1. FC Köln zu sein. Ich denke, ich habe die Aufgabe in der letzten Saison gut ausgefüllt", so der 26-jährige Linksfuß gegenüber dem Kölner Express.

Spielersteckbrief Podolski
Podolski

Podolski Lukas

Spielersteckbrief Pezzoni
Pezzoni

Pezzoni Kevin

Der norwegische Coach selbst versucht das Thema herunterzuspielen: "Es spielt für mich keine Rolle, wer in diesen Tests Kapitän ist." Zudem will der neue Übungsleiter etwas auf Zeit spielen. "Ich entscheide erst vor dem Pokalspiel, wer die Binde trägt." Also spätestens am 31. Juli, wenn die Kölner in Wiedenbrück antreten.

Nach einem klaren Votum für Podolski hören sich Solbakken Worte sicherlich nicht an. Gegen die Athener standen neben Podolski mit Milivoje Novakovic und Youssef Mohamad zudem zwei weitere Ex-Kapitäne auf dem Platz.

Auch ohne die Spielführer-Diskussion waren Podolski und Pezzoni zwei Hauptakteure. Der 89-malige Nationalspieler erzielte beim 2:1-Erfolg das Führungstor, Pezzoni den Siegtreffer. Zweifellos dürfte eine Nichtberücksichtigung Podolskis, der 140 Ligaspiele für den FC absolvierte, bei der Vergabe der Spielführerbinde für einige Verstimmung sorgen - im Verein und vor allem beim Liebling des FC-Anhangs.