Champions League

Plötzlich "MMD" - Draxler kommt, beißt und "genießt jede Minute"

Mbappé erklärt die Elfmeter-Diskussion mit Messi

Plötzlich "MMD" - Draxler kommt, beißt und "genießt jede Minute"

Biss bis zur letzten Minute auf die Zähne: PSG-Offensivspieler Julian Draxler.

Biss bis zur letzten Minute auf die Zähne: PSG-Offensivspieler Julian Draxler. imago images/Eibner

Schon in der neunten Minute ließ die Dreier-Reihe von Paris St. Germain seine Klasse aufblitzen - erst eroberte Lionel Messi am eigenen Strafraum den Ball, Draxler schickte Kylian Mbappé auf die Reise und der "TGV"-Stürmer sorgte für die Veredelung. PSG hatte RB in der Anfangsphase ausgekontert - etwas, was sicher nicht im Matchplan von Leipzigs Coach Jesse Marsch stand.  "Man kann ihn da natürlich super steil schicken mit solchen Bällen. Wenn er ein bisschen Platz hat, ist er einfach viel zu schnell", beschrieb der frühere Wolfsburger und Schalker die Szene, in der er sich aufs Scoreboard schrieb.

Dass am Ende trotz dieses Traumstarts das Duell mit dem aktuellen Achten der Bundesliga dann doch noch ein Krimi für die Franzosen wurde, hat Draxler nicht groß verwundert. "Sie haben mit viel Selbstvertrauen gespielt und haben uns Probleme bereitet", so Draxler gegenüber "DAZN".

Nach 90 Minuten blieben die drei Punkte dann aber doch an der Seine, "weil wir am Ende den Platz gnadenlos ausgenutzt haben", wie Draxler den Dreier einordnete. Die individuelle Klasse gab letztlich den Ausschlag für den zweiten Sieg in der Champions League, der PSG auf Platz eins hievt - und RB punktlos ans Tabellenende drückt. 

Wir haben da ja auch noch einen anderen im Sommer dazu bekommen, der Tore schießen kann.

Julian Draxler

"Wir haben da ja auch noch einen anderen im Sommer dazu bekommen, der Tore schießen kann", sagte Draxler in Bezug auf Messi.  Der Argentinier verwandelte nervenstark - in Panenka-Manier - einen Elfmeter zum Siegtreffer, diesen hatte zuvor Mbappé gekonnt herausgeholt.

Draxler beißt auf die Zähne - "weil es riesigen Spaß macht"

"Es macht riesigen Spaß mit solchen Spielern. Ich freue mich über jede Minute, die ich mit den Jungs auf dem Platz stehe", sagte Draxler - und verriet, dass er diesmal ganz schön auf die Zähne beißen musste, um möglichst viele Minuten mit "MM" zu bekommen. Denn schon in der Frühphase dieses Spiels stand eine verletzungsbedingte Auswechslung zur Debatte. "Ich habe gleich am Anfang einen Schlag bekommen, wollte aber auf gar keinen Fall vorher raus in so einem Spiel vor ausverkauftem Haus in der Champions League." Daher habe er alles versucht "mit einer Tablette", erklärte der 28-Jährige.

Mbappé und das Gönnen: "So sind wir im Team"

Unter dem Strich waren es dann satte 90 Minuten, die Draxler auf dem Feld blieb - Thilo Kehrer ersetzte ihn erst in kurz vor Beginn der Nachspielzeit. In dieser gab es dann den letzten Akt von "MM". Noch ein Elfmeter für PSG, Messi oder Mbappé war die Frage vor der Ausführung, die die beiden diskutierten - wie schon beim ersten Elfmeter. "Erst habe ich zu ihm gesagt, dass er schießen soll und dann war es umgekehrt", sagte Mbappé nach dem Schlusspfiff. "So sind wir im Team."

Sein aufreizend lockerer Fehlschuss übers Tor spielte keine Rolle mehr. Was sich Neymar dabei wohl gedacht hat?

jom/bst

Bilder zur Partie Paris St. Germain - RB Leipzig