Int. Fußball

Platini kündigt harte Linie bei Financial Fair Play an

UEFA-Präsident: "Es wird keine Rückzieher geben"

Platini kündigt harte Linie bei Financial Fair Play an

"Wir arbeiten derzeit an einer Reihe von Sanktionen": UEFA-Präsident Michel Platini.

"Wir arbeiten derzeit an einer Reihe von Sanktionen": UEFA-Präsident Michel Platini. getty images

So manchem verschuldeten Klub dürften bei den Aussagen Platinis die Knie schlottern. Der Franzose führte als Begründung für die Notwendigkeit als Beispiel die aktuelle Weltwirtschaftslage an. "Auch die Regierungen müssen ihre Gürtel enger schnallen, und das kommt in ihren Ländern nicht gut an. Wir (die UEFA, d. Red.) werden wahrscheinlich nicht populär sein, aber wir müssen das tun. Sonst wird der Fußball zerstört werden."

Wie Platini das verhindern will? Offenbar mit harten Bandagen. Laut Platini arbeite man derzeit an einer "Reihe von Sanktionen", um Verstöße gegen das Financial Fair Play zu ahnden. "Das reicht von Geldstrafen bis zum Ausschluss von Wettbewerben, aber es könnten auch Transfer-Sanktionen sein. Unser Ziel ist nicht, Klubs zu vernichten. Es geht darum, Regeln aufzustellen", sagte Platini.

Die UEFA hat sich mit dem Financial Fair Play zum Ziel gesetzt, dass die Vereine nicht mehr über ihre Verhältnisse leben dürfen. Die Bilanzen werden erstmals 2013 geprüft. Um Übergangszeiten zu gewährleisten, dürfen 2013 bis 2015 in beiden Jahren noch 45 Millionen Minus geschrieben werden, danach bis 2018 30 Millionen. Ab dann gilt: Mehr als fünf Millionen Ausgaben über den Einnahmen sind nicht erlaubt.