Bundesliga

Plädoyer für van der Vaart

Hamburg: Stevens verteidigt seinen Kapitän

Plädoyer für van der Vaart

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Bleibt er oder geht er? Rafael van der Vaart möchte nach Valencia, darf aber nicht. imago

"Die Frage, ob er wirklich verletzt ist, ist eine Frechheit. Es ist unglaublich, was hier in Hamburg gerade passiert", verwehrte sich Stevens gegen alle Verdächtigungen, van der Vaart habe eine Verletzung bloß simuliert. In der Qualifikation zum UEFA-Cup hatte der Niederländer am Spiel in Budapest (0:0) am Donnerstag wegen Rückenbeschwerden nicht teilgenommen. Auch am Freitag trainierte er nicht mit der Mannschaft. Stattdessen absolvierte er im Kraftraum eine Einheit auf dem Laufband.

Auf einen Einsatz im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am Sonntag hofft Stevens dennoch. Wenn er fit sei, spiele er hundertprozentig, habe ihm van der Vaart bestätigt. Für das Spiel forderte er ein geschlossenes Auftreten, dies gelte auch für die Fans: "Pfeift einer einen HSV-Spieler aus, pfeift er alle aus", lautete Stevens Appell an die Zuschauer, sich mit Unmutsäußerungen zurückzuhalten. Von der Mannschaft hätte van der Vaart weiterhin die volle Rückendeckung.

Beiersdorfer bekräftigt sein "Nein"

Dietmar Beiersdorfer verlangt vom Niederländer allerdings, seine Wechselabsichten nicht mehr zu äußern. "Rafael muss jetzt aufhören, sich Richtung Valencia zu positionieren", sagte der HSV-Manager am Freitag. In der vergangenen Woche hatte van der Vaart in niederländischen Zeitungen wiederholt erklärt, unbedingt nach Valencia wechseln zu wollen. Auch wenn Spielerberater Sören Lerby weiter versucht, Druck auf den Verein auszuüben, will dieser seine Meinung nicht ändern: "Unser Standpunkt steht. 15 Tage vor Ende der Transferperiode ist es uns nicht möglich, Rafael abzugeben."

Beiersdorfer bestätigte zudem, dass die Hamburger den FC Valencia in einem Brief aufgefordert haben, die Bemühungen um van der Vaart "unverzüglich" einzustellen. Kopien des Briefes wurden an die DFL und die FIFA gesandt. Laut FIFA-Statuten darf ein Profi durch einen Konkurrenz-Klub nicht zur Vertragsauflösung bewegt werden.

Auch Trochowski legt Trainingspause ein

Vor dem Spiel gegen Leverkusen bangt der HSV auch noch um Piotr Trochowski. Der Mittelfeldspieler hat sich eine Bänderdehnung im Knie zugezogen. Auch er nahm am Freitag nicht am Training teil. Sebastian Wolff