Bundesliga

Pizarro für zwei Spiele gesperrt

Bremen: Kein Einspruch gegen das Urteil

Pizarro für zwei Spiele gesperrt

Die Diskussionen danach: Claudio Pizarro erklärt sich gegenüber Schiedsrichter Christian Dingert, links Hannovers Emanuel Pogatetz.

Die Diskussionen danach: Claudio Pizarro erklärt sich gegenüber Schiedsrichter Christian Dingert, links Hannovers Emanuel Pogatetz. picture-alliance

Pizarro muss somit in den Ligaspielen in Dortmund und gegen Augsburg pausieren. Bitter für Werder: Der Stürmer ist mit 16 Saisontreffern mit Abstand bester Schütze der Grün-Weißen. Jüngster Beleg hierfür: Der Treffer beim 3:0-Sieg gegen 96.

In diesem Spiel kam es auch zur ominösen Szene, die nun zur Sperre führen wird. Was war geschehen? Ein Gerangel zwischen Pizarro und Hannovers Pogatetz führte zu einer Tätlichkeit des Werder-Stürmers. Ein Schlag ins Gesicht des Österreichers, den Pizarro selbst auch nicht leugnet, für den er aber eine Erklärung hatte. "Ich wollte nur seine Hand wegmachen, und auf einmal gebe ich ihm eine kleine Klatsche", versicherte der Südamerikaner mit treuherzigem Augenaufschlag. Der DFB-Kontrollausschuss nahm dennoch am Montag seine Ermittlungen auf. Schiedsrichter Christian Dingert (Lebecksmühle) hatte auf Nachfrage erklärt, diese Szene nicht gesehen zu haben, weshalb der Kontrollausschuss nachträglich tätig werden konnte.

Spielersteckbrief Pizarro
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Spielersteckbrief Hunt
Hunt

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Spielersteckbrief Fritz
Fritz

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Werder Bremen - Vereinsdaten
Werder Bremen

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04.02.1899

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Klaus Allofs fällt es schwer, das Urteil zu akzeptieren. "Es steht außer Frage, dass sich Claudio Pizarro in dieser Szene nicht richtig verhalten hat. Die TV-Bilder belegen aber klar, dass der Unparteiische in der Nähe war, ein freies Blickfeld auf die Szene hatte und unmittelbar nach der Szene beide Spieler mündlich ermahnte. Daher handelt es sich eigentlich um eine nicht mehr anfechtbare Tatsachenentscheidung. Doch die Ermittlungen haben offenbar zu einem anderen Ergebnis geführt", so Werders Geschäftsführer Klaus Allofs am Mittwochnachmittag. Allofs erklärte aber auch: "Wir werden das Urteil akzeptieren, weil das Gericht auch nach einer mündlichen Verhandlung zu keinem anderen Ergebnis kommen wird."

Hunt läuft draußen, Fritz gibt Entwarnung

Aaron Hunt kann die Personalsituation in der Bremer Offensive - neben Pizarros Sperre trifft Werder auch die Knieverletzung von Sturmpartner Marko Arnautovic hart - noch nicht entspannen, macht aber weiter Fortschritte. Der Mittelfeldspieler konnte nach seiner langwierigen Sehnenverletzung am Mittwoch erstmals wieder auf dem Trainingsplatz einige Runden drehen.

Gleichzeitig gab Kapitän Clemens Fritz Entwarnung, nachdem er am Donnerstag auf den Unterarm gefallen war. "Ich wurde untersucht. Es ist nichts kaputt, nur eine Prellung", berichtete er auf der Bremer Vereinswebsite. "Ich konnte die Einheit ohne Probleme durchziehen."