Int. Fußball

Pirlo (Juventus): "Ich würde jeden meiner Fehler noch einmal machen"

Hat Rückkehrer Dybala den Job des Juve-Trainers gerettet?

Pirlo: "Ich würde jeden meiner Fehler noch einmal machen"

Ein Lächeln für den Matchwinner: Juventus-Coach Andrea Pirlo klatscht mit seinem Joker und Matchwinner Paulo Dybala ab.

Ein Lächeln für den Matchwinner: Juventus-Coach Andrea Pirlo klatscht mit seinem Joker und Matchwinner Paulo Dybala ab. imago images

Vom einem Endspiel hatten die italienischen Gazetten im Vorfeld dieses Nachholspiels gegen Napoli gesprochen - und das aus durchaus nachvollziehbarem Grund: Denn hätte Juventus dieses Duell mit dem langjährigen Serie-A-Südrivalen in den San gesetzt, wäre die stolze Alte Dame nach zuletzt neun Scudetti in Folge tatsächlich auf Rang 5 abgerutscht.

So wäre die erneute und fürs finanziell teure Kaderspiel der Turiner Bosse extrem wichtige Champions-League-Ticket in akute Gefahr geraten - was wohl auch Andrea Pirlo trotz aller jüngster Bekundungen zum Beispiel von Vize-Präsident Pavel Nedved auf den heißen Stuhl verfrachtet hätte.

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Doch aus "hätte, hätte, Fahrradkette" ist eben ein standhafter Fakt geworden: Die von Pirlo eingestellten Mannen lieferten gegen die zuletzt offensivstarken Neapolitaner einen konzentrierten sowie weitestgehend sehr guten Auftritt ab - und gewannen am Ende knapp mit 2:1. Drei Punkte zwischen sich und dem fünften Platz der italienischen Tabelle brachten sich die Bianconeri damit.

Pirlo: "Das ist meine erste Saison"

Und Pirlo? Der Weltmeister von 2006 und ehemalige Top-Profi von Milan (2001-2011) und Juventus (2011-2015) gab sich im Anschluss im Gespräch mit "Sky Sport Italia" durchaus trotzig. Angesprochen auf den von Medien kolportierten Fakt, bei einer Niederlage an diesem Mittwoch entlassen worden zu sein, entgegnete der 41-jährige in gewohnt ruhigen, sanften wie gemächlichen Tönen: "Ich wusste, was auf mich zukommen würde, als ich diesen Job angenommen habe. Deswegen war ich zu keinem Zeitpunkt auf etwas unvorbereitet."

Den Vorwurf, in seiner Debütsaison als Cheftrainer auch falsche Entscheidungen getroffen zu haben, ließ Pirlo darüber hinaus zwar gelten, fügte allerdings noch an: "Ich habe sogar viele Fehler gemacht, keine Frage. Ich würde aber jeden meiner Fehler noch einmal machen. Das ist meine erste Saison - und ich brauche diese Erfahrungen für meine Gegenwart und Zukunft. Nun kann ich von diesen Fehlern lernen und sie in Zukunft hoffentlich abstellen."

Der vermisste Dybala

Besonders erfreut zeigte sich Pirlo derweil über Matchwinner Paulo Dybala, den er als Joker brachte und der in seinem ersten Spiel seit Mitte Januar (Innenbandverletzung) nach Cristiano Ronaldos Führungstor das entscheidende zweite Turiner Tor in überlegter Abschlussweise erzielte. Den jüngsten Corona-Verstoß des Argentiniers, der zusammen mit Ex-Schalker Weston McKennie und Arthur jüngst noch für ein Spiel suspendiert waren, thematisierte der Coach dabei gar nicht mehr. Vielmehr sagte der Trainer der Alte Dame: "Einen Spieler wie Dybala für so lange Zeit vermissen zu müssen, bedeutet ganz offensichtlich Probleme - egal für welches Team."

Und nun? Laut Pirlo stehe nun noch "eine Mini-Saison mit neun Spielen an, die wir gewinnen und unter den Top 4 der Serie A abschließen wollen. Im Anschluss bereiten wir uns dann auf das Finale der Coppa Italia vor (gegen Atalanta Bergamo am 19. Mai; Anm. d. Red.)."

mag

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